In der Schlussphase aufgedreht

C-Jugendhandballer des Doberaner SV erzielen beim Sieg in Hagenow die letzten neun Treffer des Spiels.

Hagenow. Geschwächt von der aktuellen Grippe- und Erkältungswelle standen die C-Junioren des Doberaner SV in ihrem ersten Auswärtsspiel der Meisterrunde um die Bezirksmeisterschaft vor einer schweren Aufgabe. Diese löste das Team vom Trainer-Duo Alexander Kraeft und Anja Frank mit dem 29:19 (11:12)-Erfolg beim Hagenower SV trotz der personellen Missstände nicht souverän, aber erfolgreich. Das Ergebnis täuscht jedoch über den wahren Spielverlauf hinweg.

Exakt zehn Minuten vor dem Ende nahmen die Gäste eine Auszeit. Zu diesem Zeitpunkt führten sie zwar mit 20:19, waren aber drauf und dran, ihren zwischenzeitlichen Vorsprung von drei Treffern (19:16, 35.) wieder herzugeben. Und die sechzigsekündige Ansprache verfehlte ihre Wirkung wahrlich nicht. Mit einem 9:0-Lauf bis zum Spielende machten die DSV-Junioren aus einer lange Zeit engen Begegnung – vornehmlich in der ersten Halbzeit mit Vorteilen für die Hausherren – zumindest auf der Anzeigetafel eine klare Angelegenheit. „Die Jungs haben in den letzten zehn Minuten den Schalter umgelegt und ihr wahres Potenzial abgerufen“, erklärte DSV-Coach Alexander Kraeft. Zudem hätten sich die Hagenower mit zunehmendem Rückstand mehr und mehr resigniert.

Davon konnte gerade in den ersten 25 Minuten keine Rede sein. „Wir haben erneut nur schwer ins Spiel gefunden und viele Fehler in Angriff und Abwehr gemacht“, so Kraeft. Die Folge war eine Übergewicht für Hagenow, dass sich auch im Ergebnis widerspiegelte: 2:0, 4:4 und 8:5 stand es aus Sicht der Gastgeber, ehe die DSV-Youngster immer besser ins Spiel fanden. Dennoch blieb die Partie auch nach der Pause lange auf des Messer Schneide, ehe die Doberaner in der Schlussphase mächtig zulegten.

Für die Münsterstädter war es der 14. Sieg im 14. Saisonspiel, der sie auch die Tabelle der Meisterrunde mit weißer Weste anführen lässt (12:0 Punkte). Am kommenden Sonntag steht die vermutlich vorentscheidende Begegnung beim ebenfalls noch ungeschlagenen Tabellenzweiten TSG Wittenburg (9:1) an. „Da dürfen wir uns solche Aussetzer und Schlafphasen wie in Hagenow nicht leisten“, macht Alexander Kraeft deutlich.

DSV: Schwabe, Dujat – Scheben 2, Ebert 4, Kerwien 3, Mohammadi 9/1, Engert 5/2, Henke 5, Kohls 1.