DSV-Reserve landet Auswärtssieg in Hagenow

Hagenow – Die Verbandsliga-Handballer des Doberaner SV können sich weiter Hoffnungen auf das Erreichen des vierten Platzes in der Staffel West machen. Mit dem 26:22 (12:12)-Erfolg beim Hagenower SV bleiben die Münsterstädter (5.) der TSG Wittenburg (4.) auf den Fersen. Zwei Partien vor dem Ligaende weisen die Doberaner in der Tabelle einen Rückstand von einem Punkt und zehn Toren auf.

Lukrativ wäre der vierte Rang aufgrund der anschließend stattfindenden Playoffs gegen ein gleichplatziertes Team der Ost-Staffel. Hier könnte es dann – zumindest nach aktuellem Stand – zu einem Duell mit dem SV Warnemünde II kommen. Es wäre sportlich und reisetechnisch das attraktivste Los aus Doberaner Sicht. Ansonsten „drohen“ Fahrten nach Grimmen, Barth oder schlimmstenfalls auf die Insel Usedom.

Die Chancen auf das mögliche Derby erhalten hat sich die DSV-Reserve mit einem letztlich verdienten Auswärtserfolg beim Hagenower SV. Dieser gelang übrigens in Abwesenheit von Trainer Henning Krüger sowie Kapitän Hans Wachtel und Udo Wosar.  „Es war ein sehr zähes Spiel. Aber das ist auch normal, wenn man nicht so eingespielt ist“, sagte Marcel Gutsche nach dem Spiel. Der 26-Jährige vertrat das fehlende Führungstrio interimsweise, obgleich er den Anwurf aufgrund eines Staus auf der Autobahn ebenso wie drei andere Akteure fast verpasst hätte.

In der ersten Halbzeit war die zwischenzeitliche 5:3-Führung der Gäste in einem ausgeglichenen Spiel der höchste erzielte Vorsprung beider Kontrahenten. „Offensiv war die Leistung ganz okay, dafür haperte es in der Abwehr etwas“, so Gutsche. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff gerieten die Doberaner dann kurzzeitig mit 13:15 in Rückstand. Wenig später nahm Marcel Gutsche dann eine Auszeit (42.) und traf Absprachen für das restliche Spiel. Zudem gab Keeper Torwart Moritz Ludwig nach mehrmonatiger Abstinenz erfreulicherweise sein Comeback. Beides waren schließlich die Faktoren für die beste Doberaner Phase auf dem Weg zum Auswärtserfolg.

Nach dem 17:17 zogen die Gäste mit vier Treffern am Stück auf 21:17 davon und verteidigten den Vorsprung bis zum Ende erfolgreich. Auch die Tatsache, dass die Doberaner in der Schlussviertelstunde mit drei Zeitstrafen belegt wurden, brachte den Tabellenfünften nicht mehr aus dem Tritt.

Damit das auch im Rennen um Platz vier nicht passiert, muss nun am kommenden Sonnabend (16.30 Uhr, Stadthalle) ein Sieg gegen den Tabellenzweiten Plauer SV her.

DSV II: Läritz, Ludwig – Sitarek 2, Stölken 4, Schlüter 1, Möde 1, Busse 1, Gutsche 3, Störp, Meyer 6, Furche 7/5, Sachs 1.