Doberaner Handballer setzen auf Heimvorteil

Team von DSV-Trainer Rabenhorst gegen Grünheider SV nur Außenseiter

Bad Doberan – Acht Saisonspiele stehen für die Handballmänner des Doberaner SV in der Oberliga Ostsee-Spree noch auf dem Programm. Für den angepeilten Klassenerhalt “müssen wir noch vier bis sechs Punkte holen”, prognostiziert deren Trainer Lars Rabenhorst vor dem morgigen Heimspiel gegen den Grünheider SV. Anwurf ist wie gewohnt um 19 Uhr in der Stadthalle.

Die Münsterstädter (9. Platz/14:22 Punkte) sind im Duell mit den Gästen aus Brandenburg (6./21:13) in der Rolle des Außenseiters. Auch die klare 16:25-Niederlage im Hinspiel unterstreicht diese Ausgangslage. Aber: Vor den eigenen Fans waren die Doberaner zuletzt wieder gut in Form, immerhin drei der letzten vier Heimpartien konnte die DSV-Sieben siegreich gestalten. Vor allem mit Hilfe der Unterstützung der Fans wollen sich die Mecklenburger im Kampf gegen den Abstieg behaupten.

“Wir haben inklusive der Begegnung mit Grünheide bis zum Saisonende noch fünf Heimspiele und müssen nur noch dreimal auswärts (in Cottbus, Tegel und Stralsund/d. Red.) ran. Das kann durchaus ein Vorteil sein”, sagt Lars Rabenhorst. Sein Team geht mit vier Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone in das letzte Saisondrittel. Mit dem Berliner SV und Fortuna Neubrandenburg stehen zwei Teams etwas abgeschlagen am Tabellenende und haben eher schlechte Aussichten auf ein weiteres Jahr in der Viertklassigkeit. Davor tummelt sich ein Pulk aus fünf Teams, das den – aller Voraussicht nach notwendigen – dritten Absteiger unter sich ausmachen dürfte. Inmitten dieses Quintetts finden sich auch die Doberaner wieder.

“Wir müssen weiter auf der Hut sein, die Konkurrenz fährt hin und wieder überraschende Siege ein. Das kann sich erfahrungsgemäß gerade bei den vielen Duellen der Teams in und rund um Berlin zum Saisonende durchaus noch häufen”, warnt Rabenhorst. Und so gilt der weiterhin geschärfte Blick vornehmlich dem eigenen Punktekonto, dass möglichst schon gegen Grünheide aufgefüllt werden soll.

Zuvor will die zweite Mannschaft ab 16.30 Uhr ihre Minimalchance auf Platz vier in der West-Staffel der Verbandsliga wahren. Dazu ist ein voller Erfolg gegen den Plauer SV (2./24:6) Pflicht. “Wir haben es zwar nicht in der eigenen Hand, wollen aber vor dem letzten Spieltag am kommenden Wochenende möglichst viel Druck auf die TSG Wittenburg ausüben”, sagt Henning Krüger, Coach des Tabellenfünften aus Bad Doberan. Je nach Endplatzierung rekrutiert sich der Gegner aus der Parallelstaffel Ost in den folgenden beiden Playoffs. Dort ist die Lage aber noch ziemlich undurchsichtig. Dahin richtet sich der Krügers Blick derzeit aber nicht. “Wir müssen es dann ohnehin nehmen, wie es kommt.”

Auf eine Art Wiedergutmachungstour gehen die Doberaner Handballdamen, wenn sie morgen ab 14.30 Uhr die HSG Uni Rostock empfangen. So lautet zumindest die Forderung ihres Trainers Torsten Römer. “Das Hinspiel (28:31/d. Red.) ging ja bekanntlich verloren. Damals habe ich den Wunsch des Teams nach mehr Wechseln während des Spiels erfüllt – und das ging voll in die Hose”, erinnert sich Römer nur ungern zurück. Doch selbst wenn er wollte, im Rückspiel wird er diesem Wunsch wohl nicht nochmals nachkommen. Dafür ist die Liste der Abmeldungen schlichtweg schon zu lang.

Weitere DSV-Heimspiele am Sonnabend: WJB – Malchower SV (12.30 Uhr); WJE – Rostocker HC (10.30 Uhr, beide Stadthalle). DSV-Auswärtsspiele: SV Warnemünde III – 2. Frauen (So.); HC Empor Rostock II – MJC (Sa.).