DSV-Sieben feiert Saisonabschluss in eigener Halle

Oberliga-Handballer empfangen morgen den MTV Altlandsberg. Drei Akteure werden verabschiedet.

Bad Doberan. Zum letzten Punktspiel der Handball-Saison laden am Sonnabend die Männer des Bad Doberaner SV in die Stadthalle ein. Rein sportlich geht es in der Partie sowohl für den gastgebenden DSV (10. Platz/18:32 Punkte) als auch für den MTV Altlandsberg (4./35:15) dabei lediglich um die berüchtigte „goldene Ananas“. Beide Teams können sich in der Tabelle weder verschlechtern noch verbessern. Aufgrund der zeitgleichen Ansetzungen aller Begegnungen am letzten Spieltag erfolgt der Anpfiff diesmal bereits um 18 Uhr.

Dass die Doberaner den Saison-Halali sorgenfrei begehen können, ist nach einer stressigen und sehr wechselhaften Saison durchaus als Erfolg zu werten. Den Klassenerhalt wähnte die DSV-Sieben eigentlich schon seit einigen Wochen als sicher. Doch nach den letzten Entwicklungen – unter anderem verzichteten die führenden Teams aus Cottbus und Stralsund auf den Aufstieg in die 3. Liga – ist der als Saisonziel ausgegebene Nichtabstieg aufgrund der entsprechend geringeren Anzahl an Startplätzen in der Oberliga erst seit dem vergangenen Wochenende perfekt.

In Sachen Abstiegskampf richten sich die Augen nach Berlin: Der VfL Lichtenrade (12./14:36) hat im Derby gegen den VfL Tegel (11./16:34) Heimrecht und würde mit einem Erfolg auf den vermeintlich sicheren Rang elf vorrücken. Vermeintlich deshalb, weil nach dem Komplettverzicht der Mannschaften aus Brandenburg in der Berliner Verbandsliga neben Meister VfV Spandau mit Blau-Weiß Berlin ein zweites Team für die Oberliga gemeldet hat. Sollte BW Berlin im Saisonfinale in der Bundeshauptstadt noch auf Rang drei vorrücken, müssten Lichtenrade und Tegel unabhängig vom Ausgang ihres direkten Duells absteigen.

„Das ist schon eine kuriose Situation und wir sind sehr froh, dass wir darin nicht mehr involviert sind“, sagt Doberans Trainer Lars Rabenhorst. Sein Team punktete in der zu Ende gehenden Spielzeit vor allem gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte, was angesichts des zählenden Direktvergleichs in der Ostsee-Spree-Liga letztlich ein entscheidender Vorteil im Kampf um die weitere Zugehörigkeit zur Viertklassigkeit war.

„In den letzten beiden Spielen haben wir uns mit dem fälschlicherweise weniger auferlegten Erfolgsdruck auch gegen Top-Teams gut verkauft“, blickt Lars Rabenhorst auf die knappen Niederlagen gegen die Füchse Berlin II (34:35) und zuletzt beim Stralsunder HV (26:28). „Daran gilt es zum Abschluss gegen Altlandsberg anzuknüpfen“, so der Doberaner Coach.

Für drei Doberaner Spieler wird es der vorerst letzte Auftritt für die Oberliga-Sieben sein. Kay Landwehrs (Stralsunder HV) und Maximilian Lendner (Laager SV) verlassen den Verein, Tom Kröplin tritt berufsbedingt kürzer und könnte sich Einsätze in der Reservemannschaft vorstellen. Auch für Lendner ist der geringere Aufwand bei seinem Heimatverein ein Grund für den Wechsel, während sich Landwehrs als aktuell dienstältester DSV-Akteur (seit 2008 im Kader) noch einmal „einer neuen sportlichen Herausforderung stellen“ will. Alle wünschen sich bestmöglich einen Sieg zum Abschied, ehe es im Anschluss mit den Fans bei einigen Litern Freibier noch die Gelegenheit zu letzten Gesprächen gibt.

Gleich doppelt gefordert sind an diesem Wochenende die D-Juniorinnen: Am Sonnabend bestreiten sie ab 15:30 Uhr in der Stadthalle ihr nachzuholendes Punktspiel gegen den Rostocker HC, tags darauf sind die Mädchen beim Bezirkspokal in Rostock-Marienehe im Einsatz. Fast zeitgleich geht es für die gleichaltrigen Jungen im DSV-Trikot an selber Stelle ebenfalls um den Pokalsieg des Bezirkshandballverbandes Rostock / MV Nord.