Doberaner quälen sich für eine erfolgreiche Saison

13 Spieler beim Trainingsauftakt gestern Abend / Insgesamt 17 Mann im Kader

Diese Saison könnte Spaß machen – für die Spieler und die vielen Handball-Fans in der Münsterstadt. Das Oberliga-Team des Bad Doberaner SV traf sich gestern Abend zum Trainingsauftakt für die neue Saison, die am 2. September mit dem Heimspiel gegen die SG OSF Berlin beginnt. 13 Akteure begrüßte Trainer Lars Rabenhorst in der Stadthalle, in den nächsten Tagen werden vier weitere Spieler hinzustoßen.

Von Müdigkeit war bei den ersten lockeren Übungen des Abends nichts zu sehen. Im Gegenteil: Die Truppe hatte augenscheinlich viel Freude – und die will sie auch in der anstehenden schwierigen Spielzeit bewahren. „„Wenn wir komplett sind, haben wir viele junge Spieler mit einem enormen Potenzial““, sagt Trainer Lars Rabenhorst. Er freut sich auf die bevorstehenden Aufgaben.

Der Coach weiß allerdings auch, dass die Liga „noch einmal stärker“ geworden ist. „Die ersten fünf, sechs Plätze dürften vergeben sein“, glaubt Rabenhorst und denkt dabei an Teams wie den Stralsunder HV, den Lausitzer HC, den HSV Insel Usedom, die Reserve der Füchse Berlin und Drittliga-Absteiger HV Grün-Weiß Werder. Doch auch diese vermeintlichen Top-Teams müssen ihre Spiele erst einmal gewinnen. Und der DSV war in der Vergangenheit immer mal wieder für die eine oder andere Überraschung gut.

Nach den vier bekannten Abgängen (Kay Landwehrs, Jakub Zboril, Maximilian Lendner und Tom Kröplin) sowie fünf neuen Akteuren wird der Oberliga-Kader des DSV künftig 17 Spieler umfassen – vom 18-jährigen Torhüter Florian Voigt bis zum 40 Jahre alten Rückraum- Routinier Yann Vizhbovskyy. Der bekundete gestern übrigens, dass die kommende Saison noch nicht seine letzte sein müsse. „“Wenn ich gesund bleibe…““

Der spektakulärste Coup ist den Doberanern zweifellos mit der Verpflichtung von Ben Meyer gelungen. Der 22-Jährige vom Ribnitzer HV hatte in der Vergangenheit allen Angeboten anderer Vereine widerstanden, bevor ihn Lars Rabenhorst zum DSV holte. Dort will der Rechtshänder jetzt eine Klasse höher angreifen und fühlt sich im Kreis seiner neuen Mitspieler schon pudelwohl. „“Das ist eine junge, lustige Truppe, die Spaß am Handball hat““, meint Meyer und verweist darauf, dass viele Fans in Ribnitz seine Entscheidung akzeptiert hätten.

Rabenhorst gesteht, dass er „Ben schon länger auf dem Zettel hatte“. Auch die anderen vier „Neuen“ könnten dem DSV noch viel Freude bereiten. Die beiden 19-jährigen Talente Alexander Holst und Johannes Spitzner, die vom SV Warnemünde kamen, freuen sich jedenfalls auf die Herausforderung Ostsee-Spree-Oberliga. „Hannes“ Spitzner, der im September ein Bundesfreiwilligenjahr an der Rostocker Uniklinik beginnt, sieht in den höheren Ansprüchen eine Herausforderung. Der künftige Lehramtsstudent „Alex Holst“ betont, dass er beim SVW viel gelernt habe.

Der vierte Neuling beim Auftakttraining war Tobias Malitz (21), der von Zweitliga-Absteiger HC Empor Rostock kam. Noch eine Woche warten müssen Trainer und Team auf Ingmar Rinas (31) – der Assistenzarzt an der Uniklinik in Rostock stößt erst in der kommenden Woche hinzu. Die nächsten sechs Wochen heißt es jetzt Quälen für eine möglichst erfolgreiche Saison. Am 12. August wird dann ein Viererturnier in eigener Halle ein erster Gradmesser sein.