Hoffen auf gutes Niveau

Was haben Sie der Mannschaft vor dem ersten Training gesagt?

Hartmut Polzin (DSV-Chef und Handball-Manager): Erstmal habe ich Spieler und Trainer herzlich begrüßt. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die Rumpfmannschaft im Wesentlichen zusammengeblieben ist. Wir hatten zwar vier Abgänge, aber dafür sind fünf „Neue“ gekommen. Ich glaube, dass wir mit dieser Truppe ein ganz gutes Niveau erreichen können. Und darauf freut sich die gesamte Handball-Gemeinde in Bad Doberan.

Der Kader ist etwas größer als im Vorjahr. Kann der DSV den Klassenverbleib diesmal früher schaffen?

Handball ist allgemein ziemlich unberechenbar. Ob es die dritte Liga oder die Ostsee-Spree- Oberliga ist – es gibt keine leichten Gegner. Am Ende entscheidet vieles: dass die Spieler gesund bleiben, die Tagesform, die Einstellung. Ich gehe davon aus, dass die Jungs in der Ostsee-Spree-Oberliga bleiben wollen. Was dann letztlich möglich ist, darüber können wir in ein paar Wochen reden, wenn wir ein paar Spiele gesehen haben.

Wieviel Eingewöhnungszeit werden die Neuzugänge brauchen?

Ich hoffe, möglichst wenig. Aber immerhin sind fünf neue Akteure dabei. Die haben natürlich alle schon auf einem gewissen Niveau gespielt, dennoch wird es ein wenig dauern, bis die Vorstellungen unseres Trainer Lars Rabenhorst umgesetzt sind.

Yann Vizhbovskyy hängt mit 40 Jahren noch eine Saison dran. Wie wichtig ist der Routinier?

Yann ist aufgrund seiner Erfahrung, aber natürlich auch ob seines handballerischen Vermögens ein enorm wichtiger Spieler. Er war Profihandballer und dementsprechend ist seine Einstellung – auch in der vierten Liga. Er bringt Ruhe ins Spiel und macht Tore, mit denen der Gegner nicht rechnet.

Diesmal kamen die „Neuen“ noch von außerhalb. Wie sieht es mit dem eigenen Nachwuchs aus?

Wenn man einmal Talente hat, zieht es die in die Leistungszentren, um später einmal höherklassig zu spielen. Das letzte Beispiel ist André Meuser, der heute beim HC Empor spielt.

Interview: Burkhard Ehlers