Ospa-Cup in Bad Doberan: Stralsunder Handballer dominieren

Oberligist gewinnt Finale gegen HC Empor Rostock / HSV Insel Usedom auf Rang drei

Die Oberliga-Handballer des Stralsunder HV haben den Ospa-Cup gewonnen. Im Finale des Viererturniers setzten sie sich am Sonnabend vor 250 Zuschauern in der Bad Doberaner Stadthalle mit 33:21 gegen eine Rumpf-Sieben des Drittligisten HC Empor Rostock durch. Platz drei sicherte sich im Duell zweier Viertligisten der HSV Insel Usedom durch einen 37:26-Erfolg gegen Gastgeber Doberaner SV. So präsentierten sich die vier Teams:

Stralsunder HV

Der ambitionierte Oberligist, der in der kommenden Saison aufsteigen will, dominierte das Turniergeschehen deutlich. Die Sundstädter verfügten mit dem zum besten Spieler gekürten Martin Brandt nicht nur über den herausragenden Akteur des Turniers, sie präsentierten sich auch als Mannschaft in bemerkenswerter Verfassung. Markus Dau war zufrieden. „“Das war für den Stand der Vorbereitung schon recht ordentlich““, bilanzierte der Coach, der von einem „schönen Erfolgserlebnis“ sprach.

Neben Martin Brandt (11 Treffer) gefielen Benjamin Hinz (9/2) und Torhüter Tom Korth, der im Finale das Kunststück fertigbrachte, den Ball gleich viermal im verwaiste Empor-Gehäuse unterzubringen.

„„Das war auch das Ergebnis einer guten Deckungsarbeit““, freute sich Dau. Schon in der Vorrunde hatten seine Schützlinge den Liga-Konkurrenten HSV Insel Usedom ohne Probleme mit 25:19 bezwungen.

HC Empor Rostock

HCE-Trainer Till Wiechers war zu bedauern. Verlief das Halbfinale mit dem 28:21-Erfolg gegen Gastgeber DSV noch im erwarteten Rahmen, so standen den Rostockern im Finale nur noch sieben – zumeist blutjunge – Feldspieler zur Verfügung. Ohnehin ohne sieben Verletzte angereist, zogen sich Leon Witte und der starke Lasse Goldschmidt in der ersten Partie Blessuren zu und fehlten im Endspiel.

So blieb Wiechers ein ernüchterndes Fazit: „“Es gab nichts, was wir nicht schon vorher wussten““, sagte der 34-Jährige, der Robin Breitenfeldt und mit Abstrichen André Meuser und Efthymios Iliopoulos (am Kreis) lobte. Ansonsten blieb der Empor-Coach seiner bisherigen Linie treu und brachte bei Ballbesitz konsequent einen siebten Feldspieler für den Torhüter. Auf dieser Position hatte Empor mit Thore Jöhnck den besten Akteur des Turniers in seinen Reihen.

HSV Insel Usedom

Die Insulaner waren – berufsbedingt – personell ähnlich gebeutelt wie die Rostocker, sodass Trainer Nico Heidenreich zwischenzeitlich auch auf dem Feld eingreifen musste. Er konnte dem Turnier dennoch viel Positives abgewinnen. „“Das hat uns total was gebracht““, freute er sich angesichts der Tatsache, dass es die ersten Testspiele für seine Sieben waren. Da spielte es auch keine Rolle, dass der HSV im Halbfinale gegen den SHV die erste Viertelstunde verschlief. „“Was wir danach geboten haben, konnte sich sehen lassen““, meinte Heidenreich und freute sich über die 37 Treffer im Spiel gegen die Gastgeber. Entscheidenden Anteil daran hatte der erfolgreichste Torschütze des Turniers, Patrick Glende (20), der zunächst aus dem Rückraum traf und später auch vom Kreis erfolgreich war.

Bad Doberaner SV

„„Da steht noch eine Menge Arbeit an““, gab DSV-Chef Hartmut Polzin zu. Die Gastgeber – bis auf Tim Lehwald und Alexander Palm in Bestbesetzung – schlugen sich gegen den HC Empor zwar noch achtbar, enttäuschten aber gegen die Usedomer. Unglücklich agierende Torhüter, eine löchrige Abwehr und viele überhastete Würfe aus dem Rückraum prägten das Spiel.

Das sah auch Trainer Lars Rabenhorst so. „“Das war es heute nicht. Wir brauchen noch ein wenig Zeit““, bat der 43-Jährige um Verständnis. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass neue Rückraumspieler schwerer zu integrieren seien als ein neuer Kreisläufer. So stimmten die Abläufe oftmals noch nicht. Es gab aber auch positive Aspekte. Dazu gehörte Neuzugang Ben Meyer, der sein Vermögen andeutete. Auch Johannes Spitzner zeigte, dass er eine Verstärkung für den DSV werden kann.