Verfällt noch nicht in Panik: DSV-Trainer Lars Rabenhorst.

Abläufe passen noch nicht wie gewünscht

Trainer Lars Rabenhorst sieht Reserven in seinem Oberliga-Team / Saisonstart am 2. September

Das war noch nicht das, was die Handballer des Bad Doberaner SV ihren Fans zum Oberliga-Start am 2. September bieten wollen: Beim eigenen Turnier um den Ospa-Cup mussten sich die Münsterstädter mit dem vierten Rang begnügen (die OZ berichtete). Für Trainer Lars Rabenhorst aber kein Grund, in Panik zu verfallen.

Es gibt noch einiges zu tun, oder?

Lars Rabenhorst: Ja. Das Spiel gegen den HC Empor Rostock war ganz okay, aber gegen den HSV Insel Usedom haben wir in der ersten Halbzeit komplett schläfrig agiert. Das war auch von der Körpersprache her nichts.

Können Sie auch Positives aus diesem Viererturnier mitnehmen?

Unsere Neuzugänge zeigen ganz gute Ansätze, aber das ist alles noch nicht richtig stimmig. Nach drei Wochen Vorbereitung passen die Abläufe noch nicht wie gewünscht. Wir verfügen jetzt zwar über mehr Power aus dem Rückraum, aber in der Partie gegen Usedom haben wir das Werfen übertrieben.

Was muss denn jetzt möglichst schnell verbessert werden?

Es ist halt einfacher, einen Außen oder einen Kreisläufer zu integrieren. Wir müssen drei neue Rückraumspieler einbauen – das geht nicht von heute auf morgen. Noch wissen die Spieler nicht genau, was sie wann machen müssen, aber daran arbeiten wir.

Ben Meyer und Johannes Spitzner haben gute Ansätze gezeigt. Sehen Sie das auch so?

Ja klar, Ben bringt schon Wurfgewalt aus dem Rückraum mit. Die benötigen wir auch dringend. Seine Würfe müssen aber noch etwas genauer werden. Perspektivisch ist auch Johannes mit Sicherheit eine Bereicherung für unser Angriffsspiel.

Ist es möglich, dass der Kader noch aufgestockt wird?

Ganz bestimmt nicht. Es gibt jetzt 18 Spieler, und die werden in die Oberliga-Saison starten. Wichtig ist, dass wir jetzt auf allen Positionen doppelt besetzt sind.

Wie geht es jetzt bis zum Saisonstart weiter?

Es gibt noch ein paar Testspiele, die uns hoffentlich weiterbringen werden. Und dann werden wir am 26. August am gut besetzten Turnier in Loitz teilnehmen.

Spielt es dem DSV in die Karten, dass mit der SG OSF Berlin eine lösbare Heimaufgabe zum Auftakt ansteht?

Klar, das ist eine machbare Sache. Deshalb wäre es wichtig und schön, wenn wir mit zwei Punkten starten. Denn danach wird es beim Ludwigsfelder HC und daheim gegen den HV Grün-Weiß Werder ungleich schwerer.

Also ist der Klassenverbleib erneut das Saisonziel?

Ja. Wenn man sieht, wie die Konkurrenz aufgerüstet hat, kann es nur darum gehen. Die ersten fünf, sechs Plätze dürften vergeben sein an Teams wie Stralsund, Cottbus, Werder, Altlandsberg oder die Reserve der Berliner Füchse.