Auswärtssieg!

Handball – Oberliga Ostsee-Spree Männer, Meisterschaft 2021/2022 (Spiel 21)

SV Fortuna 50 Neubrandenburg – Bad Doberaner SV 20:23 (12:10)

Kleiner Doberaner „Haufen“ gewinnt in Neubrandenburg

Von Renate Kudruhs / NNN

Wie in der Vorrunde konnten die Handballmänner des Bad Doberaner SV auch das erste Match um Platz 9 in der Gesamtwertung der Oberliga Ostsee-Spree beim SV Fortuna 50 Neubrandenburg gewinnen. Die nur zehn Akteure um DSV-Trainer Matthias Schmidt ließen einem 26:23-Erfolg am Sonnabend einen 23:20-Sieg in der Vier-Tore-Stadt folgen.

Irgendwie musste der Coach zaubern, um überhaupt eine spielfähige Mannschaft auf das Parkett der Webasto Arena zu haben. Ihm fehlte mehr als eine komplette Mannschaft. So kamen die angeschlagenen Sebastian Voigt und Tom Kröpelin zum Einsatz, damit die anderen im Team im Verlauf der 60 Spielminuten mal Luft holen konnten. Für die rechte Seite holten die Doberaner gar Linkshand Christian Fandrich aus der Handball-Rente, für deren Einsatz alle im Team am Ende des Abends dankbar waren. Er ersetzte den kreuzbandverletzten Tim Lehwald und den beruflich verhinderten Christoph Rasch nicht nur. Sein Rackern in der Abwehr und seine drei Tore für den Sieg waren wichtig. Auf der linken Seite tat ihm Tom Paul gleich, der gar fünfmal traf. Ebenso die fünf Treffer durch Sebastian Voigt als hundertprozentige Quote vom Siebenmeterpunkt. Als entscheidend für den Doberaner Erfolg sahen Handballchef Torsten Römer und Trainer Matthias Schmidt aber die überragende Leistung ihres einzigen Torhüters an diesem Abend an. Sebastian Prothmann war gegen die volle Bank der Gastgeber immer zur Stelle. Den „Rest“ erledigte die Abwehr davor. Damit blieben die Münsterstädter über ein 2:2, 4:4 und 7:7 (15.) im Spiel und hielten sich auch mit den 10:12 zur Pause alle Chancen offen. Zwar hatte Fortuna mit einem 14:10 den besseren Start in die zweiten 30 Minuten, aber Doberan im richtigen Moment die besseren Nerven. „Unsere Mannschaft ist in der zweiten Halbzeit geduldig geblieben und hat die Torchancen sehr gut rausgespielt und auch genutzt“, so Matthias Schmidt. Der Trainer lobt noch besonders Jonathan Seidel für seine Übersicht, mit der er sein Team führte. Nachdem sich beide Mannschaften ab dem 14:16 (40.) fast zehn Minuten im Vergeben sehr guter Tormöglichkeiten überboten, kamen die Doberaner durch Tore von Christian Hasenpusch und Christian Fandrich mit dem 16:16 (48.) in die Erfolgspur zurück. Die Gäste behielten den Kopf oben  und zogen auf 19:16 und 21:17 (57.) durch Daniel Finkenstein weg. Dazwischen wurde eine Unterzahlsituation von Doberan gemeistert und den Gastgebern ein Siebenmeter abgekauft. So konnte DSV-Handballchef sich einen Jubelschrei nicht verkneifen: „Der kleine Haufen hat ein geiles Spiel gemacht, einfach eine tolle Leistung von allen Anwesenden.“ Am Sonnabend sollten die Münsterstädter im letzten Saisonspiel erneut gegen Fortuna vor eigenen 300 Fans diese Leistung wiederholen.

Bad Doberaner SV:  Sebastian Prothmann – Christian Fandrich 3, Sebastian Voigt 5/5, Johannes Spitzner 1, Alexander Stöwsand, Jonathan Seidel 2, Christian Hasenpusch 4, Daniel Finkenstein 3, Tom Paul 5. Tom Kröplin.