Presseartikel

Handball – Oberliga Ostsee-Spree Männer, Meisterschaft 2021/2022 (Spiel 7)

SG NARVA Berlin – Bad Doberaner SV 30:26 (13:12)

Am Ende fehlt in Unterzahl die Luft für einen Punktgewinn

Von Renate Kudruhs / NNN

Die Handballmänner des Bad Doberaner SV unterlagen am Samstag in der Oberliga Ostsee-Spree der gastgebenden SG NARVA Berlin mit 26:30 Toren und stehen mit 6:8 Punkten aktuell auf dem fünften Platz in der Vorrunde Nord. Für den angestrebten vierten Erfolg in Folge standen die Vorzeichen bei den Münsterstädtern alles andere als gut. „Die Anzahl der angeschlagenen und erkrankten Spieler hatte sich bei uns weiter erhöht“, berichtete DSV-Handball-Chef Torsten Römer im Nachhinein. „In der Vorbereitung auf dieses Spiel konnte unsere Mannschaft nur zweimal trainieren. Und dies zum Teil auch nur mit fünf Akteuren.“ So stand zwar eine fast komplette Mannschaft auf dem Bogen, aber wirklich zum Einsatz kamen in der Hauptstadt nur neun Doberaner Spieler. Da half auch die Bereitschaft von Co-Trainer Yan Vizhbovskyy, auf dem Feld mitzuwirken nur mehr oder wenig symbolisch für den Teamgeist.

Die Devise von Trainer Matthias Schmidt für dieses Spiel lautete, kein großes Tempo zu gehen. um die 60 Minuten gut durchzuhalten. Zunächst schienen die Doberaner Männer diese Ansage missverstanden zu haben. Sie waren nicht gleich bei der Sache und lagen so zu schnell mit 1:5 (9.) hinten. Als man dann auch nur den Pfosten traf und so gute Chancen nicht nutzen konnte, musste eine Auszeit bei den Gästen her. Der Coach fand die richtigen Worte, denn selbst in Unterzahl holten die Mecklenburger mit zwei gehaltenen Siebenmeter und schönen Toren auf. „Mit dem 7:5 nach einer Viertelstunde drehten wir sogar kurzzeitig die Partie. Doch das hat wahnsinnig viel Kraft gekostet“, so Matthias Schmidt zum weiteren Spielverlauf. Trotzdem blieb es bis zum 12:13 zur Pause ein Vergleich auf Augenhöhe. Auch im zweiten Teil schenkten die Doberaner den Berliner Gastgebern nichts. Die Münsterstädter mehrten sich führten sogar oder glichen mehrfach aus. Als beim 26:27 (57.) zunächst Tim Lehwald und dann auch noch Christian Hasenpusch für das lautstarke Aufbegehren von den Unparteiischen mit Zeitstrafen belegt wurden, reichte in doppelter Unterzahl die Luft nicht mehr, um drei weitere Treffer der Gastgeber zu verhindern. So kostete der schwache Start ins Spiel vielleicht den Punktgewinn.

Bad Doberaner SV:  Sebastian Prothmann, Florian Voigt – Tim Lehwald 6, Christoph Rasch, Sebastian Voigt 3/2, Kay Landwehrs, Yan Vizhbovskyy, Tom Paul 4, Oliver Wende 6, Eric Wilhelm 3, Christian Hasenpusch 4, Jonathan Seidel, Daniel Finkenstein.