Presseartikel

DSV-Sieben gewinnt Abwehrschlacht

Doberans Handballer gelingt mit dem 25:20 (9:9) über VfV Spandau der dritte Sieg in Folge. Großen Anteil am Erfolg haben die Torhüter des DSV.

Rolf Barkhorn / Ostsee-Zeitung

Das Ritual haben sie sich verdient. Fröhlich hüpfen Bad Doberans Handballer im Kreis und feiern ihren Heimsieg, im Anschluss bedanken sie sich bei den rund 80 Zuschauern. Mit 25:20 (9:9) hat das Team von Trainer Matthias Schmitt die Gäste vom VfV Spandau am 6. Spieltag der Nordstaffel der Oberliga Ostsee-Spree bezwungen. Doch ein Spaziergang war das bis dahin nicht. Doberans Trainer Matthias Schmidt war trotz des Sieges mit der Spielweise seiner Mannschaft „überhaupt nicht zufrieden“ und meinte: „Das können wir eigentlich viel besser. Vielleicht liegt es daran, dass wir am letzten Wochenende spielfrei hatten.“ Lobend hob der DSV-Coach aber die  Torhüter hervor. „Das war eine tolle Leistung von beiden“. 
So hatte Sebastian Prothmann im Verlauf der Partie etliche Würfe der Spandauer pariert und  Florian Voigt stellte seine Qualität unter Beweis, als er vier Strafwürfe des VfV abwehrte. 
In dieser Partie dominierte auf beiden Seiten die Abwehr. Das zeigte sich besonders in der ersten Halbzeit an der mageren Ausbeute von jeweils neun Toren. Die Führung wechselte ständig. Die Abwehr funktionierte auch bei den Bad Doberanern sehr gut. Mehrmals gelang es, den Spandauer Angreifern den Ball abzujagen. Allerdings wurden im Nachgang solche Ballgewinne oft wieder durch zu hektisch ausgeführte Würfe oder Fehlpässe verspielt. 
Mit Beginn der zweiten Halbzeit machten die Hausherren es besser. Eric Wilhelm brachte Doberan mit 10:9 in Führung und Christian Hasenpusch baute den Vorsprung mit einem Doppelpack auf drei Tore aus. Die Gäste kamen in der 38. Minute mit dem Anschluss zum 13:12 noch einmal gefährlich dicht heran, aber der DSV ließ sich die Führung nicht mehr aus der Hand nehmen und baute die Distanz auf fünf Tore aus. Erfolgsreichster Werfer auf Doberaner Seite war Christian Hasenpusch mit neun Treffern. Nach dem Heimerfolg steht der Bad Doberaner SV jetzt mit 6:6 Punkten auf dem vierten Rang. „Über die zwei Punkte freue ich mich natürlich. Mit dem dritten Sieg in Folge haben wir unseren verkorksten Saisonstart (3 Niederlagen in den ersten 3 Spielen, d.Red.) wieder ausgebügelt. Jetzt können wir sagen: Wir sind in der Liga angekommen“, zieht DSV-Trainer Schmidt am Ende doch ein positives Fazit.
 

DSV: Prothmann, F. Voigt – Landwehrs 2, Spitzner 2, Seidel, S. Voigt, Hasenpusch 8, Paul 1,  Lampe, Wende 3, Hauschildt, Wilhelm 6, Lehwald 1, Rasch 2.


VfV: Bäricke, Zander – Herz 2, Ravelo Skibba 2, Rau 1, Clasen 4, Germann 5, Leyer 3, Finck, Steinmetzer, Pleske 1, Münster 2.


Siebenmeter: DSV 1/1, VfV: 7/3
Zeitstrafen: DSV 7, VFV 6