Presseartikel

Handball – Oberliga Ostsee-Spree Männer, Meisterschaft 2021/2022 (Spiel 5)

HSV Insel Usedom – Bad Doberaner SV 25:32 (15:15)

Münsterstädter Handballmänner legen auf Usedom kräftig nach

Von Renate Kudruhs / NNN

In der gut besetzten Pommernhalle staunten die Fans der Gastgeber vom HSV Insel Usedom nach den 60 Minuten Oberliga-Handball. Nicht der favorisierte  und bisher unbesiegte Gastgeber holte die Punkte, sondern die Handballmänner des Bad Doberaner SV siegten mit 32:25 Toren relativ sicher und legten zwei Punkte in der Meisterschaft nach.

Die Münsterstädter starten zunächst recht nervös, waren unkonzentriert in den Aktionen und schlossen vor dem gegnerischen Tor nicht sonderlich gut ab. So war ein 6:10-Rückstand fast logisch. „In der Auszeit erinnerte ich unsere Spieler an dass, was wir die ganze Woche extra für dieses Spiel geübt hatten. Danach lief es bei uns rund, ja richtig rund.“ freute sich nicht nur DSV-Trainer Matthias Schmidt. Man bekam die Usedomer Angriffsachse zunehmend in den Griff. Mit einem 5:1-Torelauf war das DSV-Team bis zum 11:11 (22.) wieder auf Augenhöhe. Diese Ausgeglichenheit bis 15:15 zur Halbzeit Bestand.  Der Bad Doberaner SV agierte jetzt unter Führung von Christian Hasenpusch (10 Tore) und Daniel Finkenstein (8) sehr konzentriert, spielte schnell und sehr genau. Der Abwehrblock stand und im Tor hielt Marty Lampe sehr gut. Nach dem Seitenwechsel markierten Daniel Finkenstein und Eric Wilhelm die ersten beiden Treffer zur 17:15-Führung der Gäste. Das war auch der Knackpunkt im gesamten Match. Usedom konnte nicht mehr kontern und Doberan zog gar auf 24:19 (46.) weg. „Ich bin mit der Gestaltung der Schlussphase durch unsere Mannschaft mehr als zufrieden“, so der DSV-Coach nach dem Abpfiff. „Wir behielten immer den Kopf ober und erzielten mit Übersicht sogar noch einen Sieben-Tore-Vorsprung.“ Selbst die Gastgeber erkannten die Leistung der Münsterstädter an, deren Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung ging. Ein verhaltener Beifall quittierte dies.

Vor Spielbeginn gab es noch eine schöne Geste und Präsente als Dankeschön für Usedoms Keeper und Rettungssanitäter Sebastian Antczak und DSV-Physiotherapeut Christian Meißner. Beide retteten vor einem Jahr an gleicher Stelle durch sekundenschnelles Eingreifen dem DSV-Spieler Alexander Stöwsand, der diesmal auch wieder mit vor Ort war, das Leben.

Bad Doberaner SV:    Marty Lampe, Sebastian Prothmann – Tim Lehwald, Christoph Rasch, Sebastian Voigt 1, Kay Landwehrs 2/1, Johannes Spitzner, Oliver Wende 2, Eric Wilhelm 3, Daniel Finkenstein 8, Christian Hasenpusch 10/4, Tom Paul 6, Jonathan Seidel.