Presseartikel

Doberaner Handballer jubeln auf Usedom

Andreas Dumke / Ostsee-Zeitung

Das Oberliga-Duell zwischen dem HSV Insel Usedom und dem Bad Doberaner SV geht mit 32:25 an die Mecklenburger. Vor der Partie wurde den Lebensrettern von vor einem Jahr gedankt.

Heimniederlage im MV-Duell für den HSV Insel Usedom: Mit einem überraschend deutlichen Sieben-Tore-Vorsprung entführte der bis dahin alles andere als optimal in die Saison gestartete Bad Doberaner SV zwei Punkte aus der Ahlbecker Pommernhalle. Die Münsterstädter gewannen nach drei Niederlagen am Sonnabend mit 32:25 (15:15) ihr zweites Spiel in Folge. Für Usedom war es die erste Pleite.

Geschenke verteilten die Gäste nur vor dem Start der Partie. In einer emotionalen Aktion erinnerten Spieler und Verantwortliche an die schlimmen Szenen von vor fast einem Jahr. HSV-Torhüter Sebastian Antczak und DSV-Physiotherapeut verhinderten damals mit schnellem und beherzten Eingreifen Schlimmeres, als Doberans Alexander Stöwsand seine Zunge verschluckte. Beide erhielten neben Dankesworten kleine Präsente. „Mit der Erinnerung an das Geschehen im Hinterkopf war es nicht ganz einfach hier zu spielen. Umso stolzer bin ich auf diese Partie, die meine Jungs hier abgeliefert haben“, sagte DSV-Trainer Matthias Schmidt freudig nach der Partie.

„Im Gegensatz zu den letzten Spielen sind wir deutlich verbessert aufgetreten und haben unsere Chancen besser genutzt. Am Ende haben wir hier auch verdient gewonnen“, führte Schmidt aus. In den ersten Minuten der Partie sah dies aber bei Weitem noch nicht so aus. Die Usedomer legten los wie die Feuerwehr. Moscinski, Gryszka und Mainitz warfen eine schnelle 3:0 Führung heraus und Usedoms Torwart Krynski unterband die ersten Abschlussversuche der Doberaner. Bereits nach neun Minuten sah sich DSV-Trainer Schmidt gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Doberan kam verbessert aus der kleinen Pause und ließ sich nicht abschütteln. Den zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand egalisierten sie schon zur Pause.

„In den ersten 20 Minuten haben wir so gespielt, wie ich mir das vorgestellt habe. Danach haben sich einzelne Disziplinlosigkeiten eingeschlichen. Das hat sich vor allem in der zweiten Halbzeit gerächt. So ziemlich jeder Spieler hat dann ein, zwei Fehler gemacht, die nicht ins System passen. Doberan hat das gnadenlos bestraft“, ärgerte sich HSV-Coach Uwe Kalski.

Direkt nach Anpfiff der zweiten Hälfte konnte Doberan erstmals in Führung gehen (16:15). Die gaben sie bis zum Spielende nicht mehr her. Dem HSV fehlten im weiteren Verlauf jegliche Mittel, um die Heimniederlage zu verhindern.

HSV: Krynski, Antczakc – Glende 7/1, Gryszka 3, Schwarz 4, Leow 5, Conrad, von Angern 1, Andrejczak 1, Mainitz 1, Nowomiejski, Moscinski 3

DSV: Prothman, Lampe – Voigt 1, Landwehrs 2/1, Spitzner, Seidel, Hasenpusch 10/4, Paul, Finkenstein 8, Wende 2, Wilhelm 3, Kröplin, Lehwald, Rasch

Siebenmeter: HSV: 1/4 DSV: 5/5

Strafminuten: HSV: 6 DSV: 2