DSV-Sieben unterliegt deutlich in Berlin

Duell beim Mitaufsteiger BTV 1850 Berlin geht mit 23:33 verloren.

Die Handballer des Bad Doberaner SV müssen nach ihrer Rückkehr in die Oberliga weiter auf die ersten Punkte in der neuen Spielklasse warten. Beim BTV 1850 Berlin verloren die Münsterstädter am vergangenen Sonnabend mit 23:33 (7:12) und rutschten in der Tabelle der Vorrundenstaffel Nord auf den letzten Platz ab.

Dass die Gäste die Halle erst später als üblich vor dem ursprünglichen Anwurf erreichen würden, war angesichts des vorgegebenen Hygienekonzeptes in Berlin-Friedrichshain geplant. Da die Mecklenburger aufgrund des zähen Stadtverkehrs dann noch länger benötigten, wurde der Anwurf unter Zustimmung des BTV dankenswerterweise etwas nach hinten verschoben. Nur am Rande sei noch erwähnt: Dass sich die Doberaner wie im Hygienekonzept gewünscht schon im Bus umgezogen hatten, wurde seitens der Hausherren im Grunde eher belächtelt. In Berlin wird halt auch in Zeiten von Corona nicht alles so strikt gehandhabt, wie es vorgegeben wird. Das durften die Doberaner bei ihrer An- und Abreise durch die Millionen-Metropole ohnehin gleich an mehreren Stellen beobachten, während man selbst mit Mund-Nasen-Schutz im zur Verfügung gestellten Joost-Bus saß.

All des Geplänkel im Vor- und Nachhinein hat der mit der sportlichen Darbietung der Doberaner beim Berliner Meister der Vorsaison jedoch nichts zu tun. Zumindest sollte es das nicht. Bis zum 8:7 (21.) war aus Sicht der Gäste auch ohne das gewohnte Haftmittel so auch noch alles im Lot. Doch die ohnehin schon nicht optimale Chancenverwertung verschlechterte sich in den nachfolgenden zwanzig Minuten zusehends. Die DSV-Angreifer fanden in dem 51-jährigen (!!!) Frank-Peter Friedrich im BTV-Tor nicht nur in dieser Phase ihren Meister. So waren auch alle geschmiedeten Halbzeitpläne bereits beim 18:9 (40.) nahezu hinfällig. Der Rest der zweiten Halbzeit plätscherte ohne größeres Aufbäumen der biederen DSV-Akteure vor sich hin, was sicherlich die größte Enttäuschung war. Beim 23:13 (45.) führten die Hausherren erstmals mit zehn Treffern und hielten diesen Vorsprung bis zum Spielende konstant. Anschließend durften sie ihren verdienten ersten Oberliga-Sieg vor den knapp 40 zugelassenen Zuschauern ausgiebig feiern.