Neuer Termin: Derby auf Usedom am 19. Dezember / Alexander Stöwsand weiter außer Gefecht

Das Oberliga-Derby zwischen dem HSV Insel Usedom und Aufsteiger Bad Doberaner SV wird neu angesetzt. Beide Vereine einigten sich unter der Woche auf einen neuen Spieltermin am Sonnabend, den 19. Oktober (Anwurf: 19 Uhr). Staffelleiter Matthias Jeschke erteilte diesem Ansinnen seine Zustimmung.

Das erste Aufeinandertreffen beider Teams in der Ahlbecker Pommernhalle wurde am vergangenen Sonnabend in der 39. Minute nach einem medizinischen Notfall auf der Doberaner Bank vorzeitig abgebrochen. Alexander Stöwsand drohte seine Zunge zu verschlucken und zu ersticken. Dank des schnellen und beherzten Einsatzes des Usedomer Keepers Sebastian Antczak, der hauptberuflich Rettungsassistent ist, und der Unterstützung vieler weiterer Helfer konnte der lebensbedrohlichen Situation schließlich Einhalt geboten werden. Alexander Stöwsand kam nach minutenlangem Bangen wieder zu Bewusstsein und wurde in der Folge in die Greifswalder Uniklinik eingeliefert.

„Ich möchte mich hiermit bei allen bedanken, die an Ort und Stelle geholfen haben. Das erforderte jede Menge Mut und Entschlossenheit. Die Reaktionen aller Beteiligten, die ich selbst nicht mehr wahrnehmen konnte, mir aber im Nachhinein zugetragen wurden, sind für eine derartige Grenzsituation schon beeindruckend“, erklärt Alexander Stöwsand. Die ersten Untersuchungen nach dem schockierenden Vorfall sind bei ihm mittlerweile abgeschlossen. 

Allzu schnell wird der 32-jährige Linkshänder, der seit mehr als fünf Jahren das DSV-Dress trägt, jedoch nicht auf das Handballfeld zurückkehren. Der Check durch die Ärzte hat für Alexander Stöwsand nunmehr eine Situation ergeben, die in den kommenden Tagen und Wochen eine weiterführende medizinische Aufarbeitung erfordert. „Wir bitten in diesem Fall, die Privatsphäre des Spielers zu akzeptieren“, heißt es hierzu von Seiten des Doberaner SV.

„Die Mannschaft ist natürlich weiterhin in ständigem Kontakt mit Stö (Spitzname von Alexander Stöwsand/d. Red.). Wir wünschen ihm eine schnelle und vor allem vollständige Genesung, das steht aktuell an allererster Stelle“, betont Doberans Trainer Matthias Schmidt.