1.Männer, 2.Männer, 1.Frauen, MJC, MJA   |   16.12.2011, 06:31 Uhr

Handballer im Landesderby ohne Druck

DSV-Teams absolvieren letzte Spiele vor der Winterpause.

Handball - Frei von jeglichem Erfolgsdruck reisen die Männer des Bad Doberaner SV morgen zum Auswärtsspiel bei Fortuna Neubrandenburg (Anwurf: 18 Uhr).

Dabei verspricht die Partie der Tabellenkonstellation nach ein Top-Spiel in der Ostsee-Spree-Oberliga zu werden: Immerhin empfängt die Fortuna als Ranglisten-Vierter (17:7 Punkte) den punktgleichen Fünften.

Hinzu gesellt sich der sportliche Reiz eines Landesderbys. In dieses gehen die Doberaner als Außenseiter. Und das hat Gründe. Neben dem bisher eher wechselhaften Abschneiden in fremden Hallen (zwei Siege, zwei Niederlagen, ein Remis) ist er vor allem die angespannte Personalsituation im Doberaner Lager, die Trainer Stefan Kultermann zu schaffen macht.

Aus dem 16-köpfigen Kader stehen dem Doberaner Coach derzeit nur 13 Spieler zur Verfügung. Darunter tummeln sich je drei Torhüter und Kreisläufer, wodurch die Wechselmöglichkeiten auf den restlichen Positionen erheblich eingeschränkt sind.

Der Gastgeber strebt unterdessen den Sprung auf einen Medaillenrang an: „Wir wollen Doberan schlagen, dann sind wir mindestens Dritter. Es ist das letzte Heimspiel vor der Weihnachtspause, die Halle wird voll sein und wir wollen für einen erfolgreichen Jahresabschluss sorgen“, gibt sich SV-Trainer Helmut Wilk zuversichtlich. Das sportlich reizvolle Duell mit seinem Sohn André kommt durch dessen schwere Verletzung vom letzten Wochenende (Achillessehnenriss, OZ berichtete), jedoch nicht zustande.

Der 30-jährige Doberaner Spielmacher wurde unter der Woche operiert und fällt nicht nur für das Spiel in Neubrandenburg, sondern für die kompletten Rest der Saison aus. Ein herber Rückschlag für den Doberaner SV, bei dem morgen im Derby auch Remko Sonnemans und Florian Glamann passen müssen. Doch trotz der schlechteren Ausgangslage haben auch die Doberaner das Ziel, in Neubrandenburg das Maximale für sich herauszuholen.

Die zweite Männermannschaft des Bad Doberaner SV war in der MV-Liga zuletzt drei Mal auf Reisen.

Am Sonnabend ist die DSV-Reserve (12./8:16 Punkte) im Duell mit der SG Banzkow-Leezen (9./9:13) endlich wieder vor eigenem Publikum gefordert (18 Uhr, Stadthalle).

Mit einem Sieg könnten die Doberaner den Kontrahenten in der Tabelle überflügeln und würden wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg sammeln. „Dann wäre wieder alles im Lot“, weiß auch Trainer Jan Mietzelfeld.

Zuvor sind in heimischer Halle schon die Nachwuchsteams auf Jagd nach Punkten. So erwartet die männliche C-Jugend um 14 Uhr den SV Aufbau Sternberg und um 16 Uhr empfängt die A-Jugend den SC Laage.

Auswärts in Neukloster bestreiten die DSV-Frauen ihr letztes Punktspiel des Jahres 2011.

Simone Seidel (OSTSEE-ZEITUNG)