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1.Männer, DSV-Cup | 30.08.2010, 07:59
DSV souveräner TurniersiegerDie Männer des Bad Doberaner SV wurden ihrer Favoritenrolle beim DSV-Cup gerecht und holten ungeschlagen den Siegerpokal. Handball. Vier Spiele, vier klare Siege. So lautet die positive Bilanz der Doberaner Drittliga-Handballer beim DSV-Cup, der am Sonnabend in der Stadthalle stattfand. Damit setzten sich die Münsterstädter in der Endabrechnung an die Spitze und ließen die Konkurrenz klar hinter sich. „Für die Vorbereitung war es ein wichtiger Test“, erklärte DSV-Manager Dieter Schmidt nach dem Turnier und fügte an: „Wir konnten gegen leichtere Gegner auch etwas ausprobieren.“ Lothar Goldschmidt, Trainer der Doberaner Männer, pflichtete ihm beim Fazit des Wettkampfs bei: „Es hat uns eine ganze Menge gebracht — auch wenn die Gegner nicht unbedingt auf einem Niveau mit uns waren. Wir konnten einige Abwehrformationen testen. Für das 6:0- und das 3:2:1-System haben wir einige Alternativen gesehen und gefunden“, sagte Goldschmidt noch vor der Pokalübergabe. Für die Organisatoren waren vor allem die frühen Morgenstunden mit unerwartet viel Arbeit verbunden. Durch die kurzfristige Absage des Mecklenburger HC wurde der geplante Turnierablauf kurz vor dem ersten Anpfiff komplett auf den Kopf gestellt. Dem ersten Unmut folgten schnelle Entscheidungen: Der Modus „jeder gegen jeden“ wurde beibehalten, der Spielplan umgearbeitet und die Spielzeit auf 2 x 20 Minuten erhöht. Die Doberaner dominierten ihre Partien und wurden dabei nur selten richtig gefordert. Die DSV-Angreifer offenbarten in den ersten beiden Duellen mit dem Ribnitzer HV (MV-Liga) und Fortuna Neubrandenburg (Ostsee-Spree-Liga) gerade in der Anfangphase noch erschreckende Abschlussschwächen. Doch mit zunehmender Spieldauer wurde die Effektivität im Torabschluss besser, die Resultate entsprechend deutlich — jeweils 22:8. Auch gegen den MV-Ligisten TSV Bützow (20:11) und im abschließenden Auftritt gegen den TSV Ellerbek (20:13) aus Hamburg hinterließ die DSV-Sieben einen guten Eindruck. Vor allem Neuzugang Tom Koop konnte auf der rechten Seite auf sich aufmerksam machen. „Er hat sich gut eingefügt. Da sieht man, dass er großes Potenzial hat“, urteilte Manager Schmidt. Etwas spannender als bei den Begegnungen mit Doberaner Beteiligung ging es im restlichen Turnier zu. Der TSV Bützow, im letzten Jahr Vizemeister in M-V, feierte sowohl gegen Ellerbek als auch gegen Ribnitz knappe Siege, verlor aber gegen Neubrandenburg trotz zwischenzeitlicher klarer Führung noch mit 15:17. Für eine kuriose Szene sorgte Detlef Lankowski, von 1995 bis 2004 Trainer in Doberan und nun in Diensten des Ribnitzer HV: Im Spiel gegen den TSV Ellerbek wechselte er beim Stand von 0:8 (10.) seine komplette Mannschaft aus — ohne Erfolg, der RHV verlor mit 14:23. Die Ribnitzer wurden punktlos Letzter, die Plätze zwei bis vier wurden über das Torverhältnis entschieden. Hier hatte Ellerbek die Nase vorn, dahinter postierten sich Bützow und Neubrandenburg. Bester Torschütze des Turniers wurde DSV-Kapitän Falk Heinrich mit 17 Treffern, als bester Torhüter wurde der junge Philipp Hoefs aus Neubrandenburg ausgezeichnet. Beim besten Spieler fiel die Wahl der Trainer auf Doberans Spielmacher Florian Zemlin. Finanziell gesehen war der DSV-Cup kein Erfolg, was auch am geringen Zuschauerinteresse lag. „Da hatten wir leider wenig Resonanz. Vormittags nimmt das keiner an. Und am Nachmittag spielte zur gleichen Zeit auch noch der FC Hansa“, suchte Dieter Schmidt nach Gründen für die leere Tribüne. Sportlich gesehen rundete die Aussage von Lothar Goldschmidt das Turnier ab: „Wir haben unsere Zielstellung klar erfüllt.“ DSV-Torschützen: Falk Heinrich (17/10), Tom Koop (15/5), Florian Zemlin (12), Maic Sadewasser (11), Florian Glamann (7/1), Christian Gerber (6), Steffen Wiegratz (4/1), Jan Ritzrau (4), Matthias Jahn (3), Kay Landwehrs (2), Remko Sonnemanns (1), Hein Wiebe (1/1), Stefan Strack (1/1). 1. DSV-CUP, Ergebnisse: Abschlusstabelle:
Robert French (OSTSEE-ZEITUNG)
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