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1.Männer | 20.05.2011, 07:09 Uhr
Relegation um den Aufstieg
Grünheide und Hermsdorf kämpfen um letzten Platz in Ostsee-Spree-LigaFür die kommende Handball-Saison in der Oberliga der Verbände aus Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist noch ein Platz zu vergeben. doberan-handball.de wagt bereits einen kleinen Seitenblick auf die anstehende Spielzeit. Der freie Platz in der Oberliga Ostsee-Spree war eigentlich für einen Aufsteiger aus M-V vorgesehen, doch wie erwartet hat sich kein Team aus dem nördlichsten Teilnehmerland der Liga um den Aufstieg bemüht. Den Regularien entsprechend wird der dritte Aufstiegsplatz in einer Relegation (Hin- und Rückspiel) zwischen den Zweitplatzierten der beiden anderen Landesligen vergeben. Am kommenden Sonntag tritt der Grünheider SV (Brandenburg) beim Berliner Vertreter SG Hermsdorf-Waidmannslust an, sechs Tage später folgt das Rückspiel in Grünheide. Reisekilometer bleiben (fast) gleich
Obwohl sich das Einzugsgebiet der Doberaner Gegner mit dem Abstieg in die Viertklassigkeit verringert hat (die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen fallen weg), wird sich der Reiseaufwand der Münsterstädter nur unwesentlich verändern. Weil in der Ostsee-Spree-Liga nur dreimal Ostsee, dafür aber elfmal Spree vertreten ist, gibt es mit Ausnahme der Landesderbys gegen Loitz und Neubrandenburg kaum kürzere Anfahrten. Die weiteste Reise nach Cottbus (370 Kilometer) ist für die DSV-Sieben allerdings nichts Neues: Bereits in den Regionalliga-Spielzeiten 1998/99, 2006/07, 2008/09 und 2009/10 führte der Weg in die Lausitz. Der sportliche Weg der Doberaner kreuzte sich im vergangenen Jahrzehnt ebenfalls mit den Teams SG TMBW Berlin (2004/05), Ludwigsfelder HC (2006/07), BFC Preussen Berlin (seit 2007), HSV Loitz (seit 2006) und Fortuna Neubrandenburg (2008-2010). Im ersten Jahr der Drittliga-Zugehörigkeit traf man zudem auch auf den 1. SV Eberswalde (1998/99). Im brandenburgischen Lübbenau und Neuruppin erwarten die Mecklenburger ebenso neue Gegner und Hallen wie bei den Hauptstadt-Rivalen von der SG Rotation Prenzlauer Berg und der SG OSC Schöneberg/Friedenau. Auch gegen die beiden Aufstiegsaspiranten aus Hermsdorf und Grünheide haben die Doberaner noch nicht gespielt. Gleiches gilt für die zweite Mannschaft des VfL Potsdam, allerdings trat man bereits gegen die erste Vertetung des VfL an, die sich zuletzt für die eingleisige zweite Bundesliga qualifzieren konnte. Und so verteilen sich die Reisekilometer der Doberaner in der kommenden Saison: LHC Cottbus (370), Lübbenau (337), Ludwigsfelde (282), Eberswalde (279), BFC Preussen Berlin (250), SG TMBW Berlin (245), SG OSC Schöneberg/Friedenau Berlin (245), SG Rotation Prenzl. Berg Berlin (240), Potsdam (240), Grünheide oder Hermsdorf Berlin (272 / 226), Neuruppin (172), Neubrandenburg (170), Loitz (105). Das macht in der Summe mit Hin- und Rückfahrt rund 6.320 Kilometer bei 13 zu absolvierenden Auswärtsspielen. Damit legen die Doberaner im Schnitt ca. 485 Kilometer pro Spiel zurück. Zum Vergleich: In der 3. Liga Nord standen am Ende 6.560 Kilometer auf der Uhr des von Sponsor JOOST'S OSTSEE-EXPRESS zur Verfügung gestellten Reisebusses. Im Schnitt waren das 469 Kilometer pro Fahrt - weniger, als nun in der Ostsee-Spree-Liga anstehen. Klassenerhalt erst sicher ab Platz siebenIm ersten Jahr der Ostsee-Spree-Liga mussten ganze fünf Teams die Liga verlassen: Die Plätze 12 bis 14 waren Regelabsteiger, Altlandsberg und der Mecklenburger HC schauten ebenfalls in die Röhre. Dies lag vor allem an der hohen Zahl an Absteigern aus der 3. Liga: Mit Doberan, Loitz und Preussen Berlin traf es gleich drei Mannschaften, die in das Teilnehmerfeld der Oberliga rückten. In der kommenden Saison schielen die OS-Ligisten mit einem Auge immer auf das Abschneiden des HSV Insel Usedom und des Stralsunder HV sowie der brandenburgischen Teilnehmer Oranienburger HC und SV Brandenburg-West und den Berliner Füchsen II. Werden diese fünf Mannschaften in eine dritte Liga eingeordnet (Zuteilung erfolgt nach geografischen Gesichtspunkten), wäre Platz neun in der Oberliga Ostsee-Spree 2011/12 der erste vollkommen sichere Platz. In diesem Fall könnten lediglich drei Teilnehmer aus dem Einzugsgebiet der OS-Liga abstgeigen. Werden die Teams aber in verschiedene Staffeln aufgeteilt, reicht lediglich Rang sieben für den sicheren Klassenerhalt Ende April. Sonst könnte es bis Mitte Mai weiter Zittern heißen, sofern es dann alle fünf "beäugten" Teams in Sachen Abstieg noch gemeinsam erwischen kann. Robert French
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