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1.Männer | 16.05.2011, 09:15 Uhr
Keine Punkte beim Liga-Abschied
Die DSV-Handballer verloren das abschließende Saisonspiel in Flensburg mit 29:32.
Handball - Der Bad Doberaner SV hat am letzten Spieltag der 3. Liga Nord den anvisierten Sprung auf Tabellenplatz zwölf verpasst: Bei der SG Flensburg/Handewitt kassierten die Münsterstädter eine 29:32 (12:15)-Niederlage. Damit beenden die Mecklenburger ihre erste und letzte Spielzeit in der zu Saisonbeginn neu geschaffenen Drittklassigkeit mit 17:39 Punkten auf Abstiegsrang 13.
Die Chance, in der Endabrechnung doch noch einen Platz aufzurücken, vergaben die Gäste jeweils in den Anfangsminuten beider Spielhälften. Im ersten Abschnitt gerieten die Mannen von Trainer Stefan Kultermann nach einer eigenen 2:1-Führung (3.) binnen kurzer Zeit mit 3:8 ins Hintertreffen. Nach dem verschlafenen Beginn konnten sich die Doberaner zwar deutlich fangen, blieben bis zum Halbzeitpfiff aber weiter im Hintertreffen.
Auch nach dem Seitenwechsel gönnte sich die DSV-Sieben eine längere „Ruhepause“ und musste die junge Truppe der Flensburger (im Schnitt 21 Jahre alt) erneut davonziehen lassen. Beim Stand von 27:18 (46.) drohte den Gästen sogar eine herbe Klatsche. So konnten sich die Doberaner das Vorrücken auf Platz zwölf bereits zu diesem Zeitpunkt abschminken. Dazu hätten sie einen Sieg mit vier Treffern Differenz beim Tabellenachbarn benötigt. „Wir waren heute leider nicht immer voll auf der Höhe“, war DSV-Trainer Stefan Kultermann etwas enttäuscht von der verpassten Gelegenheit, die Saison mit einem Erfolg zu beenden. „Am Ende haben wir uns selbst um ein besseres Ergebnis, vielleicht sogar um einen Punktgewinn gebracht“, meinte Kultermann weiter und blickte auf die Schlussphase der letzten sechzig Saisonminuten zurück: Hier zeigten die Münsterstädter trotz des hohen Rückstands noch einmal tolle Moral und konnten sieben Minuten vor dem Abpfiff bis auf drei Treffer verkürzen (28:25).
Allerdings schwächte sich das Kultermann-Team in dieser Zeit selbst, als Torwart Georg Hoene wegen Meckerns für zwei Minuten auf die Bank beordert wurde. Seine Vorderleute vergaben in den entscheidenden Momenten hundertprozentige Torchancen und machten zudem im Spielaufbau den einen oder anderen Fehler zu viel. „Das war schon etwas ärgerlich“, trauerte Coach Kultermann der missglückten Aufholjagd hinterher.
Das Ende der Saison feierten beide Mannschaften nach dem 32:29-Erfolg der SG-Reserve gemeinsam. Der sportliche Weg wird sich nach insgesamt acht gemeinsamen Jahren in der Regionalliga und dritter Liga aber wohl für längere Zeit trennen: Der DSV muss sich ab Sommer in der Oberliga Ostsee-Spree neu orientieren, die SG-Reserve steigt in das Pendant der Bundesländer Schleswig-Holstein und Hamburg ab.
DSV: Georg Hoene, Sebastian Prothmann (10.-39., ab 53.), Robert French (n.e.) — Lars Rabenhorst (2), Christian Gerber (8), Falk Heinrich (3), Matthias Jahn, Jan Ritzrau (2), Kay Landwehrs (2), Hein Wiebe, Remko Sonnemans (3), Todor Ruskov (7/5), Florian Glamann (2), Stefan Strack.
Simone Seidel (OSTSEE-ZEITUNG)
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