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1.Männer | 14.05.2011, 09:13 Uhr
Trotz Abstieg: Stolzer Trainer
Eigentlich ist es nur der letzte Spieltag nach einer langen und anstrengenden Handball-Saison, in der die SG Flensburg-Handewitt II das Saisonziel Qualifikation für die 3. Liga im kommenden Jahr nicht geschafft hat. Doch wenn das Junior-Team in der Handewitter Wikinghalle heute auf den Bad Doberaner SV (19 Uhr) trifft, wird es für viele Beteiligte ein besonderes Spiel: Nach mehr als 20 Jahren Zugehörigkeit zur Regionalliga, 3. Liga oder sogar der 2. Bundesliga spielt die SG-Zweite in der neuen Saison in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein.
"Ich bin sicherlich mit dem sportlich Erreichten nicht zufrieden, aber ich bin auf die Leistung der Mannschaft insgesamt stolz", sagt der scheidende SG-Trainer Matthias Hahn. "Viele Spiele gingen knapp verloren. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie das Niveau hat. Es fehlte an Glück und vielleicht manchmal an Cleverness, aber für die Entwicklung der Spieler war diese Saison eine ganz wichtige Erfahrung. Schaut man sich die 3. Liga im nächsten Jahr an, so ist vielleicht ein Jahr in der Oberliga erst einmal genau das Richtige für das junge Team."
Zudem reizt die Oberliga im kommenden Jahr mit tollen Derbys. "Es bleibt auch immer die Frage, wie man sportlichen Erfolg definiert. Als Mannschaft haben wir die Qualifikation verpasst, aber wenn man sieht, wie viele Spieler über das Sprungbrett Junior-Team jetzt in der ersten oder zweiten Bundesliga spielen, so kann man hier von einem Erfolg des Konzepts ,get in touch’ sprechen", meint Hahn.
Für den ehemaligen Bundesligaspieler ist nach sechs Trainer-Jahren Schluss. "Ich brauche erst mal eine Pause und will mich mehr um meine Familie kümmern", sagt Hahn, der der SG eventuell teilweise erhalten bleibt und eine Trainingseinheit übernehmen wird. "Aber das ist noch nicht ganz raus." Übernommen wird die Mannschaft vom derzeitigen Co-Trainer Klaus Gärtner.
Im letzten Saisonspiel trifft Hahn mit seinem jungen Kollektiv auf den ebenfalls nicht für die 3. Liga qualifizierten Bad Doberaner SV. Die Gäste stehen direkt hinter der SG auf dem 13. Tabellenplatz und werden die Saison ebenso wie die SG vernünftig beenden wollen. "Es geht hier ums Prestige und darum, sich vernünftig von den Mannschaftskollegen, die wechseln, und den Fans zu verabschieden", erklärt Hahn. Verabschiedet werden neben Hahn ("Ich wünsche mir, dass wir den größeren Siegeswillen haben und gewinnen") auch Torhüter Stefan Hampel (Henstedt-Ulzburg) und Lars Byg (DK). Hinter Lars Bastian (Bundesliga-Vertrag) und Lennart Carstens stehen noch Fragezeichen für die neue Saison. Für die Fans gibt es zum Abschied nach dem Spiel Freibier.
tow (FLENSBURGER TAGEBLATT)
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