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1.Männer | 09.05.2011, 06:10 Uhr
SHV patzt im MV-Derby
Handballer verlieren bei Absteiger DoberanNach indiskutabler Leistung gehen die Sundstädter in Doberan mit 26:28 unter. In der Abwehr Einzelkämpfer und im Angriff eine miserable Chancenverwertung. Handball — Der vorletzte Spieltag der diesjährigen Saison endete für die Handballer des Stralsunder HV mit einer enttäuschenden 26:28-Niederlage. Und das beim seit Wochen feststehenden Absteiger aus der 3. Liga, dem Bad Doberaner SV. „Das war kein schönes Spiel, eine katastrophale Leistung unserer Jungs“, befand Sandra Hauschild vom Fanclub „De Stralsunner“. Immerhin etwa 25 Fans hatten am Samstag den Weg in die Münsterstadt gewagt. „Wir sind einfach nicht ins Spiel reingekommen, es wollte auch keine Derby-Stimmung aufkommen“, versucht Michael Schmidt, SHV-Spieler, die ernüchternde Niederlage zu analysieren. „Unsere Chancenverwertung und unser Überzahlspiel waren wieder eine Katastrophe“, fügt der 29-Jährige als weitere Faktoren hinzu. Damit knüpften die Schützlinge des Trainergespanns Michael Philippen und Ulf Ganzert nahtlos an die schlechte Leistung vom Wochenende zuvor an. Da kam der SHV gegen Tabellenführer Tarp-Wanderup zu Hause mit 27:39 unter die Räder. Stralsund trat in Doberan ohne Kapitän Markus Dau, Christian Schwerin, Ivo Töllner und Eric Hoffmann an. Schnell lag der SHV in der Münsterstadt mit 2:6 zurück. „Unsere 5:1-Abwehr stand gar nicht, alles nur Einzelkämpfer“, ärgert sich Michael Schmidt. Die Gäste vom Sund liefen schon frühzeitig einem Rückstand hinterher. Doch sie kämpften sich heran. Beim 10:10 war die Partie wieder offen. Doberan präsentierte sich vor heimischem Publikum als Einheit. „Die haben gut gekämpft, nicht wie ein Absteiger gespielt“, lobt Schmidt den Gegner. Ein wenig anders sah es da wohl beim SHV aus. „Die Einstellung hat meines Erachtens nicht gestimmt, es war kaum Motivation zu sehen“, so eine enttäuschte Sandra Hauschild. Doberan ging mit einer 16:13-Führung in die Pause.
In der zweiten Hälfte stellte die SHV—Abwehr auf 6:0 um. „Das lief dann besser“, so Schmidt. Die Gäste vom Strelasund verkürzten und waren beim 18:18 wieder gleichauf. Kurze Zeit später gelang gar die Führung. Bis zum 22:20 hatte diese Bestand. Knapp neun Minuten vor dem Ende hatte der Gastgeber wieder zum 22:22 ausgeglichen. Der Doberaner SV drehte nun das Spiel wieder zu seinen Gunsten. Er legte einen Treffer vor, Stralsund glich aus. Auch in dieser wichtigen Endphase wurde das Überzahlspiel wieder nicht in Tore umgemünzt. „Überzahlsituationen haben wir sogar verloren“, weiß Schmidt. Aber auch die Abwehr war zu harmlos. Gerade einmal vier Zeitstrafen kassierte der SHV im gesamten Spiel. Am Ende gewann der Gastgeber verdient dieses Derby und kann sich um einen Platz in der Tabelle auf Rang 13 nach vorne schieben. Dem SHV nützten drei gehaltene Strafwürfe von Torhüter Enrico Ney (nur zu den Siebenmetern eingewechselt) in der zweiten Hälfte nichts. Eine vermeidbare Niederlage war damit besiegelt. Ina Knodel (OSTSEE-ZEITUNG)
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