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1.Männer   |   08.05.2011, 08:30 Uhr
Düstere Heimbilanz etwas aufpoliert

28:26 - Doberaner Handballer nach Derbysieg in Feierlaune

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Im vorerst letzten Drittliga-Heimspiel waren die Männer des Bad Doberaner SV noch einmal voll auf der Höhe und bzwangen den Lokalrivalen vom Stralsunder HV verdient mit 28:26 (16:13). Zuvor flossen beim Abschied von Todor Ruskov und Christian Gerber einige Tränen.

Die Münsterstädter zeigten sich im MV-Derby noch einmal von ihrer besten Seite und erkämpften sich in der Summe den dritten Sieg in Folge. Unabhängig vom schon lange verpassten Klassenerhalt reichte diese kleine Erfolgsserie in der Tabelle zum Vorrücken auf Rang 13 - nachdem man zuvor mehr als ein halbes Jahr auf dem vorletzten Platz verharrte.

Im abschließenden Saisonspiel in Flensburg haben die Doberaner nun sogar noch die theoretische Möglichkeit auf den zwölften Platz: Dazu muss ab am letzten Spieltag ein Auswärtssieg bei der Reserve der SG Flensburg/Handewitt mit mindestens vier Toren Differenz her. Diese Rechnung hatten die Mecklenburger nach dem Heimsieg gegen SHV noch nicht im Kopf. Viel mehr freuten sich Trainer und Spieler über den gelungenen Abschluss vor den eigenen Fans. Allerdings hätte die gezeigte Leistung und vor allem der Rahmen mit der Verabschiedung vom Christian Gerber, der über sechs Jahre das DSV-Trikot trug, deutlich mehr als die knapp 300 Zuschauer in der nicht voll besetzten Stadthalle verdient.

Auch der Bulgare Todor Ruskov verlässt den DSV in bislang unbekannte Richtung. Gegen Stralsund zeigten beide noch einmal ihre Wichtigkeit für das Doberaner Spiel. Der DSV bestimmte die Partie weitestgehend, führte in Durchgang eins zwischenzeitlich mit vier Toren (8:4). Nach dem Seitenwechsel erlebten die Gastgeber nach einem 13-Meter-Knaller von Florian Glamann in den Torwinkel (18:14, 38.) eine längere Torflaute. Der Stralsunder HV zog mit sechs Treffern in Serie vorbei und übernahm erstmals in diesem Spiel die Führung. Diese hatte bis zum 22:23 (51.) Bestand, ehe die Doberaner wieder auf die Siegerstraße einbogen und auf dieser im Schlussakkord im sicheren Tempo bis zum Ziel fuhren.

Der insgesamt vierte Heimsieg lässt die insgesamt sehr magere Heimbilanz der Doberaner in dieser Spielzeit in etwas besserem Licht erscheinen. In der Rückrundentabelle kletterte die Kultermann-Sieben immerhin auf Rang zehn.

Nach der Partie trafen sich die Doberaner Akteure zusammen mit Fans und Sponsoren im VIP-Raum der Stadthalle und ließen die Saison, vor allem aber die tolle Partie gegen den SHV noch einmal Revue passieren. Ein Spiel noch, und die Doberaner Geschichte in der dritthöchsten deutschen Spielklasse ist zu Ende. Denn wie DSV-Manager Dieter Schmidt erklärte, wäre auch bei der sportlichen Qualifkation ein weitere Serie in der 3. Liga ein zu großer finanzieller Kraftakt geworden. Die Doberaner freuen sich daher auf ihr neues "Zuhause" in der Ostsee-Spree-Liga.

 

Robert French