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1.Männer | 06.05.2011, 07:27 Uhr
Letzter Heimauftritt als Drittligist: MV-Derby und Abschied von Spielern
Publikumsliebling Christian Gerber zieht es aus beruflichen Gründen in die Ferne.
Handball - Bereits seit Mitte März steht der Abstieg der Männer des Bad Doberaner SV aus der 3. Liga Nord fest. Genug Zeit also für die DSV-Sieben, um sich auf das Unausweichliche vorzubereiten. Kurz vor dem letzten Saison-Heimspiel am Sonnabend gegen den Stralsunder HV (19 Uhr, Stadthalle) macht sich dann aber doch etwas Wehmut im Lager der Münsterstädter breit.
Immerhin gehörten die Doberaner mit Ausnahme der Saison 2005/06 seit über elf Jahren der Drittklassigkeit an, in den vorangegangenen vier Serien in der Regionalliga landeten sie jeweils auf einem einstelligen Tabellenplatz. Gemessen an den geringen finanziellen Möglichkeiten des Vereins ein mehr als beachtliches Resultat.
In der kommenden Spielzeit geht es in der unbekannten Ostsee-Spree-Liga von Null los.
Zum Abschluss in Liga drei kommen das Team von Trainer Stefan Kultermann und die Fans noch einmal in den Genuss eines Derbys. Gegen den Stralsunder HV (5. Platz/29:23 Punkte) sind die Doberaner (14./15:37) allerdings nur Außenseiter. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir den SHV schlagen können“, impfte Kultermann seinen Akteuren jedoch schon auf der Rückfahrt vom kürzlichen Erfolg in Fredenbeck ein. Das Hinspiel am Sund verlor der DSV unglücklich mit 21:22.
Morgen können beide Teams befreit aufspielen. Die Gäste dürften aber nach der 27:39-Pleite gegen Tabellenführer Tarp auf Wiedergutmachung aus sein.
Im Rahmen des Landesderbys nimmt der DSV wie gewohnt zum Ende einer Saison die Verabschiedung verdienter Spieler vor. So wird vermutlich nicht nur der sportliche Abstieg, sondern auch der Abschied von Spielern für etwas Druck auf die Tränendrüse sorgen.
Mit Christian Gerber muss der DSV einen Mann ziehen lassen, der den Handball in der mecklenburgischen Kleinstadt in den vergangenen sechs Jahren mit geprägt hat und damit einen gehörigen Anteil an den sportlichen Erfolgen der ersten Mannschaft hatte. „Wir werden Christian bestimmt sehr vermissen“, trauert DSV-Manager Dieter Schmidt um den Verlust Gerbers. Den 25-Jährigen verschlägt es aus beruflichen Gründen in die Ferne — vermutlich nach Berlin. Von Bord geht auch der Bulgare Todor Ruskov, der im November nach Doberan kam. Hier avancierte er nach etwas Anlaufschwierigkeiten zu einer festen Stütze im Team. Einen neuen Verein hat Ruskov bislang noch nicht.
Es ist durchaus möglich, dass noch weitere Spieler den DSV am Saisonende verlassen. Linksaußen Steffen Wiegratz werden Wechselabsichten zum Ribnitzer HV (MV-Liga) nachgesagt. Eine Bestätigung erfolgte noch nicht. Bei den Zweitspielrechtlern vom Kooperationspartner Empor Rostock gibt es bislang noch keine konkrete Entscheidung.
Auf der Suche nach Verstärkungen für die kommende Spielzeit stecken die DSV-Verantwortlichen derzeit in Gesprächen — das Ergebnis ist noch offen.
Trotzdem ist bereits in allen Altersklassen der Handballabteilung des Bad Doberaner SV die Planung für die neue Spielzeit 2011/2012 angelaufen.
Robert French (OSTSEE-ZEITUNG)
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