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1.Männer   |   28.03.2011, 06:00 Uhr

30:29 in Bad Doberan: Kropper Kraftakt in den Schlussminuten

Mit einem denkwürdigen 30:29-Sieg beim Bad Doberaner SV wahrte die SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen ihre Chance auf den Klassenerhalt in der 3. Handball-Liga. Vier Spieltage vor Schluss verkürzte das Team von Jens Häusler den Rückstand auf das rettende Ufer auf zwei Zähler.

Das Kapitel Drittklassigkeit hatte sich für die SG eigentlich schon erledigt. Als SG-Coach Jens Häusler 120 Sekunden vor Ultimo auf die Anzeigetafel blickte, stand ein 26:29-Rückstand zu Buche. "Die Hoffnung war nahezu auf dem Nullpunkt", resümierte Häusler später. "Was dann jedoch geschah, grenzte an ein Wunder. Das war einfach unglaublich."

Sowohl die bereits als Absteiger feststehenden Doberaner als auch die Gäste leisteten sich zunächst zahlreiche Fehler und boten den Zuschauern vorzugsweise Kampf und Krampf. Im ersten Durchgang lagen die Gäste 11:8 (21.) in Front, anschließend wurden die Hausherren stärker und führten ihrerseits mit 20:16 (44.). Kropp egalisierte zum 21:21 (50.), geriet jedoch wieder mit 26:29 (58.) in Rückstand. Dann geschah jedoch schier Unfassbares: Thies Schrum per Siebenmeter, Reiner Kobs per Konter und Malte Pieper von Linksaußen trafen in Windeseile zum Ausgleich (60.). Urplötzlich war die Tür zum Klassenerhalt wieder einen Spalt offen, wenige Momente später sogar noch ein großes Stück weiter. Doberan setzte im letzten Angriff alles auf eine Karte, brachte einen siebten Feldspieler, leistete sich jedoch einen technischen Fehler. Besser machte es der gut aufgelegte Phillip Henrich, der die finale Chance nutzte und den Ball trotz gegnerischer Umklammerung mit der Schlusssirene in das verwaiste Doberaner Gehäuse warf. Anschließend gab es auf der Kropper Bank kein Halten mehr, "Lebensretter" Henrich wurde von seinen Mitspielern förmlich begraben.

SG Kropp: J. Carstens, Jöhnk - Hoffmann, Schrum (9/8), Greve, Pieper (3), Hennings (2), R. Kobs (5), H. Carstens (1), Henrich (9), Häusler, Rieckmann, Sievers, S. Kobs (1).

bei (FLENSBURGER TAGEBLATT)