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1.Männer   |   27.03.2011, 10:18 Uhr
29:30-Heimniederlage gegen Kropp

Tor leer, Punkte weg

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Die DSV-Handballer gaben eine 29:26-Führung (59.) aus der Hand und verloren gegen die SG Kropp/Tetenhusen/Dithmarschen mit 29:30. Die Gäste trafen mit dem Schlusspfiff ins verwaiste Tor.

Einmal mehr kassierten die Männer des Bad Doberaner Sportvereins in der 3. Liga Nord eine völlig unnötige Pleite. Im Heimspiel gegen den Tabellenelften Kropp vergaben die Doberaner in der zweiten Halbzeit gleich zwei scheinbar komfortbale Führungen binnen kurzer Zeit und standen am Ende der Partie sogar mit völlig leeren Händen da.

Nach dem Treffer zum 29:26 durch Falk Heinrich (58., in Unterzahl) sprach fast alles für einen Sieg der Hausherren. Doch die DSV-Sieben brach sich in der Schlussphase im Grunde selbst das Genick - die hängenden Köpfe nach dem Abpfiff waren da fast zwangsläufig.

Die Gäste kamen per Siebenmeter zum 29:27 (Spielzeit: 58:19) und verkürzten nur wenige Sekunde später nach einem Ballverlust der Doberaner zum 29:28. Durch eine weitere Zeitstrafe auf vier Feldspieler dezimiert scheitern die Münsterstädter im folgenden Angriff kläglich und kassieren folgerichtig den Ausgleich.

Der finale Angriff endete dann im totalen Fiasko. Der DSV hatte wieder aufgefüllt und brachte mit Florian Glamann zusätzlich den siebenten Feldspieler. Ein Sieg oder doch nur Remis? Es wurde letztlich nichts von beiden! Kropp kommt nochmals in Ballbesitz und nutzt die Gunst der Stunde und vollendet ins leere Tor - und trifft die Doberaner damit mitten ins Herz.

Angesichts des ohnehin feststehenden Abstieges war der Wurf ins "offene Scheunentor" zwar nicht mehr als ein kurzzeitiger Nackenschlag. Dennoch war die Enttäuschung am Ende groß.

Vor allem weil die Doberaner nach einem ausgeglichenen ersten Durchgang, den die Gäste mit einer 14:13-Führung beendeten, im zweiten Abschnitt eine Vorentscheidung zu ihren Gunsten mehrfach verpassten. Dazu fehlten Trainer Stefan Kultermann im Verlauf der Partie allerdings auch immer wieder die Alternativen, denn mit Kay Landwehrs (Verdacht auf Mittelfußbruch) und Routinier Lars Rabenhorst (Rücken) konnten gleich zwei Rückraumakteure lange Zeit nicht ins Spielgeschehen eingreifen. Auch Todor Ruskov quälte sich weite Teile der zweiten Halbzeit über die Runden. Alle hatten Bekanntschaft mit der nickligen Spielweise der Kropper gemacht.

Nach dem 14:16-Rückstand erzielte der DSV sechs Treffer in Serie und lag beim 20:16 (38.) erstmals klar vorne. Nach einer knappen Dreiviertelstunde hatten die Gastgeber diese Führung aber bereits wieder aus der Hand gegeben (22:22). Achillesferse war die löchrige Abwehr, die nur selten zur Gewohnten Stabilität fand. Zudem brachten sich die Gelb-Blauen durch fünf (!) unnötige Zeitstrafen selbst in Bedrängnis. Im Angriff war für den DSV ebenfalls mehr möglich. Allerdings erzielten sie mit 29 Toren das beste Heimspiel-Ergebnis in dieser Spielzeit - und verloren am Ende doch.

Robert French