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1.Männer   |   11.04.2011, 08:17 Uhr
DSV gewinnt 34:26 gegen den BFC Preussen

Handballer feiern klaren Heimerfolg

Der Doberaner SV gewann am Sonnabend gegen den Tabellenletzten der Dritten Liga Nord mit 34:26.

Handball
- Am Ende wurde es doch noch standesgemäß: Mit 34:26 (14:11) bezwangen die Männer des Bad Doberaner Sportvereins am Sonnabend das Tabellenschlusslicht BFC Preussen Berlin und landeten damit ihren dritten Heimsieg in der laufenden Drittliga-Saison.

Die gut 200 Zuschauer in der Stadthalle bekamen dabei nicht gerade einen Handball-Leckerbissen serviert. Jener war angesichts der trostlosen Ausgangssituation der beiden Mannschaften — der Vorletzte empfing den Letzten — auch nicht zu erwarten. So riss die Begegnung zwischen den schon lange als Absteiger feststehenden Kontrahenten niemanden richtig von den Sitzen.

„Wir haben uns heute wirklich nicht mit Ruhm bekleckert“, gestand Doberans Coach Stefan Kultermann ein. „Wichtig war aber, dass wir gewonnen haben.“ Dass zwischenzeitlich ein gellendes Pfeifkonzert in der Stadthalle ertönte, lag jedoch nicht an der sportlichen Darbietung. Vielmehr sorgten die beiden Unparteiischen, Heiko Jacobs und Udo Wessolowski aus Schleswig-Holstein, mit ihren zahlreichen strittigen Entscheidungen für viel Unmut bei den einheimischen Fans. Auch die beiden Trainer schüttelten angesichts der schwachen Schiedsrichterleistung oftmals nur mit dem Kopf und kritisierten zudem lautstark — dafür gab es jeweils die gelbe Karte.

Die Hausherren, die neben den verletzten Florian Zemlin und Kay Landwehrs kurzfristig auch auf Torwart Robert French (Zerrung) verzichten mussten, erwischten einen guten Start und legten bis zur neunten Minute eine 5:3-Führung vor. Auf die Auszeit, die sich die DSV-Akteure in der Folge nahmen, musste Kultermann mit einer selbigen (13.) reagieren. Die Berliner hatten die Partie inzwischen mit vier Treffern in Folge zu ihren Gunsten gedreht.

Der DSV-Coach wechselte durch, brachte unter anderem Michael Höwt auf der Linksaußenposition. Der 20-Jährige, der bereits am Vortag mit fünf Treffern zu den Stützen beim Unentschieden des Doberaner Kooperationspartners und Zweitligisten HC Empor Rostock in Potsdam zählte, belebte das stockende Angriffsspiel des DSV. Mit sechs Toren avancierte er, zusammen mit dem gleichaltrigen Florian Glamann, zum besten Doberaner Werfer.

Bis zur Pause lagen die Gastgeber wieder mit 14:11 vorn und bauten ihren Vorsprung nach dem Seitenwechsel erstmals auf fünf Treffer aus (17:12, 33.). Weil sich die DSV-Abwehr weiterhin nicht allzu konsequent präsentierte, blieben die Berliner dran. Immer wieder kamen sie mit verdeckten Hüftwürfen zum Torerfolg. Erst nach dem Anschlusstreffer zum 19:18 (40.) legten die Münsterstädter wieder einen Gang zu.

So konnten sie zehn Minuten vor dem Ende auch den Verlust von Christian Gerber nach seiner dritten Zeitstrafe verschmerzen. Den Schlusspunkt setzte Jan Ritzrau, der mit seinem Tor zum 34:26-Endstand dafür sorgte, dass sich alle DSV-Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten.

Stefan Kultermann sieht noch viel Arbeit auf sich zukommen: „Ob Abwehr oder Angriff, es gibt viele Ansatzpunkte“. Daran wird gezielt in der Vorbereitung für die nächste Serie in der Ostsee-Spree-Liga gewerkelt. „Ich bin froh, wenn diese Saison zu Ende ist“, offenbarte der DSV-Coach — aber mit einem Siegerlächeln.

Simone Seidel (OSTSEE-ZEITUNG)
Todor Ruskov muss sich hier gegen zwei Berliner durchsetzen.