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1.Männer, WJB   |   08.04.2011, 07:51 Uhr
Vorletzter gegen Schlusslicht

Zwei Absteiger unter sich

Die DSV-Handballer bestreiten morgen gegen BFC Preussen ihr vorletztes Heimspiel in der dritten Liga.

Handball
- Nicht nur in der 3. Liga Nord kommt es zum Ende der aktuellen Saison zu reizvollen und mit viel Spannung behafteten Duellen. In der Endabrechnung — im Kampf um die Meisterschaft oder den Klassenerhalt — können solche Partien richtungsweisend sein. Das morgige Aufeinandertreffen zwischen den Männern des Bad Doberaner SV und des BFC Preussen Berlin (19 Uhr, Stadthalle) gehört sicherlich nicht dazu.

Vorletzter gegen Letzter, Absteiger gegen Absteiger — so lautet die Ansetzung gemessen am derzeitigen Tabellenstand, fernab jeglicher Vereinsnamen. Während sich die Doberaner nach einem guten Start durch eine Niederlagenserie in die Niederungen der Rangliste abgerutscht sind, brennt bei den Berlinern bereits seit dem ersten Spieltag die rote Laterne des Tabellenschlusslichtes. Der Abstieg in die Oberliga Ostsee-Spree steht derweil für die beiden Kontrahenten seit Wochen fest.

Die Gäste aus der Bundeshauptstadt haben im bisherigen Saisonverlauf lediglich ein Spiel gewonnen (27:26 in Flensburg), ein weiterer Achtungserfolg in Fredenbeck (28:24) wurde ihnen am grünen Tisch wieder aberkannt. Doch gerade diese beiden Ergebnisse mahnen zur absoluten Vorsicht, zumal sich die Münsterstädter beim 25:22-Erfolg im Hinspiel nicht gerade mit Ruhm bekleckerten.

Die letzten drei Niederlagen haben im DSV-Lager auch nicht unbedingt für wachsendes Selbstvertrauen gesorgt, vor allem die kürzliche Last-Minute-Pleite gegen Kropp (OZ berichtete) steckte lange in den Köpfen von Trainer Stefan Kultermann und seinen Spielern. Nach einem spielfreien Wochenende sollten diese rechtzeitig vor dem Duell mit den Preussen aber wieder „frei“ sein. „Wir wollen das Spiel natürlich gewinnen“, gibt Coach Kultermann, der seine Mannschaft am Montag nach sechs trainingsfreien Tagen wieder um sich scharrte, die Richtung vor. Personell können die Doberaner nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Kay Landwehrs wird verletzungsbedingt ausfallen. Rekonvaleszent Florian Zemlin, der vor seiner Knie-OP nur vier Mal das Doberaner Trikot überstreifen durfte und dabei 28 Tore erzielte, ist mittlerweile ins Mannschaftstraining zurück gekehrt. Ein Einsatz käme aber wohl noch zu früh.

Ihr letztes Saisonspiel bestreitet im Vorfeld die weibliche B-Jugend des DSV. Sie empfängt ab 16 Uhr den Mecklenburger SV. Gegen den Tabellenvierten gelang den Doberaner Mädchen (5.) vor zwei Wochen ihr erster und bisher einziger Saisonsieg (14:10).

Angelaufen ist in der DSV-Geschäftsstelle der Vorverkauf der Tickets für das Final Four. Die Endrunde im Pokalwettbewerb findet am Sonntag, dem 17. April in der Doberaner Stadthalle statt.

Robert French (OSTSEE-ZEITUNG)