|
1.Männer | 30.01.2012, 06:24 Uhr
DSV-Abwehr fehlt die BindungOberliga-Handballer verlieren in Ludwigsfelde mit 27:33. Handball - Nach zuvor fünf Siegen in Folge mussten die Männer des Bad Doberaner Sportvereins in der Ostsee-Spree-Liga wieder eine Niederlage verbuchen. Am Sonnabend unterlagen die Mecklenburger im Gastspiel beim Ludwigsfelder HC klar mit 27:33 (13:14). Dabei konnte die DSV-Sieben zu keiner Zeit an die zuletzt starken Leistungen anknüpfen. Die Rückreise aus der knapp 24 000 Einwohner fassenden Stadt südlich Berlins mussten die Doberaner nicht nur ohne Punkte, sondern auch ohne Nummernschild am Reisebus antreten. Dieses hatten Diebe während des Spiels gestohlen. Der Verlust des Kennzeichens war nur das I-Tüpfelchen auf ein verkorksten Auswärtsspiel, in dem den Münsterstädtern nicht sonderlich viel gelang. Vor allem die Defensive, in den vergangenen Wochen noch das Doberaner Prunkstück, offenbarte viele Lücken. „In der Abwehr hat nichts gestimmt“, fand Doberans Rückraumspieler Florian Glamann nach dem Spiel klare Worte. Sein Coach Stefan Kultermann konnte ihm da nur beipflichten: „Wir haben richtig schlecht gedeckt. Wir haben es nicht geschafft, die Abwehr so sattelfest zu gestalten, wie wir es eigentlich wollten. Wir haben einfach keine Bindung zueinander gefunden“, erklärte Kultermann. Im ersten Abschnitt hatten diese Defizite noch keine größeren Auswirkungen. Der Treffer zur 14:13-Pausenführung für den LHC war der erste Vorsprung der Gastgeber überhaupt. Doch schon direkt nach dem Wiederanpfiff zog der Tabellensechste mit vier Treffern in Folge auf 18:13 davon. Anschließend kamen die Doberaner nicht mehr in unmittelbare Schlagdistanz und konnten die vierte Saisonpleite nicht mehr abwenden. „Wir haben unsere Leistung nicht abrufen können und waren einfach schlechter heute“, musste Stefan Kultermann nach dem Abpfiff eingestehen. Da verwundert es nicht, dass der Doberaner Trainer auch mit den Angriffsspiel seiner Mannen nicht zufrieden war: „Unter Zugzwang war der ein oder andere Wurf sicherlich etwas verfrüht“, machte Kultermann die sich häufenden Fehler in der zweiten Halbzeit am Rückstand fest. Während die Gäste nach Spielschluss mit hängenden Köpfen in die Kabine trotteten, feierte der LHC die gelungene Revanche für die knappe 27:28-Pleite im Hinspiel. Einen großen Anteil daran hatte das Spielertrainer-Duo René Rose und Frank Schücke. Sie haben scheinbar nicht nur für die richtige Motivation vor der Partie gesorgt, sondern versprühten auch auf dem Spielfeld mit je sieben Treffern viel Torgefahr. Diese konnte die wackelige DSV-Abwehr nicht eindämmen. Trotz der Niederlage bleibt der Doberaner SV mit 23:9 Punkten auf dem vierten Rang der Oberliga. Doberaner SV: Sebastian Prothmann, Jonny Hagen — Paul Lispky (4 Tore), Falk Heinrich (10/1), Erik Harms (3), Kay Landwehrs (3), Hein Wiebe (1), Oliver Erdmann (3), Florian Glamann (2), Jan Ritzrau (1), Remko Sonnemans, Matthias Jahn, Lars Rabenhorst. Simone Seidel
|

