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1.Frauen   |   23.01.2012, 06:13 Uhr
23:22 gegen Neukloster

Zitterpartie für DSV-Ladies: Erster Sieg unter Coach Wilmbusse

Handball - Im Duell der Doberaner Damen gegen den VfL Neukloster ist in dieser Saison eine spannende Schlussphase scheinbar vorprogrammiert. Bereits zweimal hatten die DSV-Ladies in der Liga und im Pokal gegen den VfL knapp das bessere Ende für sich. Und auch im Verbandsliga-Rückspiel setzten sich die Doberanerinnen nur hauchdünn mit 23:22 (13:7) durch.

Die Damen aus der Münsterstadt hatten Glück, dass sich die Gäste kurz vor dem Ende statt für den notwendigen Abschluss für ein weiteres Abspiel entschieden. So durchbrach der Schlusspfiff den letzten verzweifelten Versuch der Gäste, diesmal etwas Zählbares mitzunehmen. „Und täglich grüßt das Murmeltier“ — kein anderer Filmtitel aus Hollywood passt besser zu den Begegnungen dieser beiden Teams.

Innerhalb von nur fünf Wochen trafen sie bereits zum dritten Mal aufeinander, und auch die Spielverläufe ähnelten sich sehr. Jedes Mal gaben die Doberaner Handballerinnen mehr oder minder große Vorsprünge leichtfertig aus der Hand und kamen dadurch mächtig ins Schleudern.

Dass dies auch am Sonnabend vor knapp 100 Zuschauern in der Stadthalle so war, konnte eigentlich niemanden mehr so richtig überraschen. In der dritten Auflage führten die Gastgeberinnen um Trainer Gerd Wilmbusse zur Pause klar mit 13:7, ehe es in den zweiten dreißig Minuten noch einmal richtig hitzig wurde.

Wilmbusse wechselte bereits zur Pause etwas durch, die aufkommende Unruhe im DSV-Spiel nutzten die Gäste, um auf 14:12 zu verkürzen. Bis zum 22:17 (51.) sah es dann wieder nach einer sicheren Sache für das Team um Goalgetterin Anja Frank aus, doch unzählige vergebene Torchancen in den letzten Minuten brachten Neukloster erneut in die aussichtsreiche Position für einen Punktgewinn.

Coach Gerd Wilmbusse fasste sich mit beiden Händen an den Hinterkopf, auch er konnte die eklatante Abschlussschwäche nur schwer fassen. Nur mit dem Quäntchen Glück brachten seine Damen den Zittersieg über die Zeit.

Für Erleichterung sorgt da nur die Tatsache, dass man in dieser Spielzeit nicht mehr auf die VfL-Damen treffen wird. In der Verbandsliga-Tabelle verbleiben die Doberanerinnen auf dem dritten Rang.

DSV: Claudia Krause — Anja Frank (10/3), Ute Busch (2), Franziska Roggatz (2), Johanna Pügge (2), Josephine Zädow (4), Marita Bierstedt, Paula Liebelt (2), Mandy Koch (1), Johanna Kraus, Diana Frahm (n.e.), Luisa Davidek (n.e.), Zlata Garborlinski (n.e.).

Robert French (OSTSEE-ZEITUNG)
Paula Liebelt beim Torwurf. Das DSV-Team gewann knapp.