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1.Männer | 23.01.2012, 06:14 Uhr
Abwehr war nicht zu knacken
DSV-Sieben gewinnt souveränDoberans Handballer bezwingen den VfL Potsdam II mit 28:14. Handball - Die Männer des Bad Doberaner SV hatten am Sonnabend gleich doppelten Grund zur Freude: Der deutliche 28:14-Heimerfolg (Hz: 14:10) gegen den 1. VfL Potsdam II war zum einen der fünfte Sieg in der Ostsee-Spree-Oberliga hintereinander, zum anderen gelang dem DSV-Team damit die eindrucksvolle Revanche für die im Hinspiel erlittene 25:35-Klatsche in der brandenburgischen Landeshauptstadt. Nach einem klaren Sieg der Münsterstädter sah es vor knapp 200 Zuschauern in der Doberaner Stadthalle in den ersten zwanzig Minuten allerdings noch nicht aus. Nur selten gelang es den Hausherren zunächst, die Vorgaben von Trainer Stefan Kultermann umzusetzen. Mit der wie im Vorfeld erwartet offensiv ausgerichteten Deckungsreihe der Zweitliga-Reserve des VfL Potsdam hatten die Doberaner Angreifer zu Beginn doch einige Schwierigkeiten. Nach dem 3:5-Rückstand (11.) hielten lediglich vier von Mannschaftskapitän Falk Heinrich verwandelte Strafwürfe in Folge die DSV-Farben im Spiel. Auch im eigenen Abwehrverbund benötigten die Gastgeber mehrere Minuten, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Diese war aber spätestens nach dem 10:10-Ausgleichstreffer der Havelstädter (22.)erreicht. DSV-Coach Kultermann beorderte zu diesem Zeitpunkt Erik Harms auf die vorgezogene Position, um die Potsdamer Ballstafetten zu unterbinden. Ein taktischer Schachzug, der voll aufging. „Damit sind sie überhaupt nicht zurecht gekommen“, erklärte Doberans Routinier Lars Rabenhorst das weitere Spiel der Gäste, denen in den kommenden zwanzig Minuten kein einziger Treffer gelang. Im Offensivspiel der jungen VfL-Reserve passte rein gar nichts mehr zusammen. Zumal jene Torwürfe, die ihr Ziel nicht sowieso um Längen verfehlten, zur sicheren Beute des eingewechselten DSV-Keepers Sebastian Prothmann wurden. Der 25-Jährige bestätigte seine gute Form und kassierte aus dem laufenden Spiel heraus nur drei Gegentreffer. Er zog dem VfL, zusammen mit seinen Abwehrkollegen, den letzten Nerv. Halbzeitübergreifend sorgten die Doberaner mit elf Toren in Serie für die frühe Entscheidung — 21:10 (42.). Im Gefühl des sicheren Sieges schluderten die Schützlinge von Trainer Kultermann anschließend bei einigen weiteren aussichtsreichen Torszenen. Gegen eine indisponierte Potsdamer Truppe reicht es für Prothmann und Co. aber dennoch zu einem ungefährdeten 28:14-Erfolg. Der DSV bleibt in der Tabelle auf Rang vier, punktgleich (je 23:7 Zähler) mit dem Zweiten HSV Loitz und dem Dritten TSG Lübbenau. Am kommenden Sonnabend steht die aktuelle Siegesserie der Doberaner beim Verfolger Ludwigsfelder HC (6.) auf dem Prüfstand. DSV: Robert French, Sebastian Prothmann - Erik Harms (4), Falk Heinrich (9/7), Hein Wiebe (2), Paul Lipsky, Lars Rabenhorst (1), Kay Landwehrs (4), Jan Ritzrau (2), Florian Glamann (6), Matthias Jahn (n.e.). Simone Seidel (OSTSEE-ZEITUNG)
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