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1.Männer   |   03.02.2012, 06:48 Uhr

Handballer fordern den Spitzenreiter

DSV-Männer hoffen morgen Abend zum Heimspiel gegen den LHC Cottbus auf ein volles Haus.

Handball – Für den Bad Doberaner SV kommt es in der Ostsee-Spree-Oberliga am Sonnabend zum Aufeinandertreffen mit dem derzeitigen Tabellenführer LHC Cottbus. Anwurf ist wie gewohnt um 18 Uhr in der Stadthalle.

Die Doberaner (4. Platz/23:9 Punkte) sind gegen den bislang ungeschlagenen Ligaprimus aus der Lausitz (29:1 Zähler) trotz des Heimvorteils in der Außenseiterrolle. Zu klar dominiert der LHC die laufende Oberliga-Spielzeit. Den einzigen Punktverlust mussten die Gäste Ende Oktober 2011 beim 32:32-Remis im Spreewald-Duell bei der TSG Lübbenau hinnehmen.

Alle anderen Partien haben die Cottbusser gewonnen. Der Blick auf die Resultate zeigt aber, dass man in den Spielen bei der SG TMBW Berlin (30:29), Fortuna Neubrandenburg (28:27) und beim VfL Potsdam II (29:28) auch das Quäntchen Glück auf seiner Seite hatte. Vielleicht das Glück des kommenden Meisters?

Derzeit hat die LHC-Sieben komfortable sechs Minuspunkte Vorsprung auf die Verfolgergruppe, die sich am vergangenen Wochenende etwas zerschlagen hat. Neben dem DSV (27:33 in Ludwigsfelde, OZ berichtete) kassierte auch der Tabellendritte aus Lübbenau eine Pleite, so dass sich lediglich der HSV Loitz als Zweiter noch kleinere Hoffnungen auf  die Meisterschaft machen kann.

DSV-Trainer Stefan Kultermann fordert von seiner Mannschaft vollen Einsatz und will dem LHC Cottbus das Leben morgen, vor hoffentlich vollem Haus, so schwer wie möglich machen. „Wir wollen dem Spitzenreiter möglichst lange Paroli bieten und eventuell auch für eine Überraschung sorgen“, liebäugelt Kultermann mit einem Punktgewinn gegen die junge Garde der Lausitzer, die im Schnitt nur knapp über 21 Jahre alt ist.

Personell sind die Doberaner vor dem Spitzenspiel jedoch etwas gehandicapt: André Wilk und Tobias Scheel gehören zu den Langzeitverletzten und für Remko Sonnemans käme ein Einsatz wohl noch zu früh. Mit Lars Rabenhorst, Oliver Erdmann und Kay Landwehrs sind gleich drei Rückraumspieler angeschlagen und Keeper Robert French droht aus familiären Gründen auszufallen.

Dennoch hoffen die Doberaner Akteure, dass sie nach der Pleite in Ludwigsfelde wieder in die Erfolgsspur finden können. Die Statistik sagt: Zwei Niederlagen in Folge gab es für den DSV in dieser Saison noch nicht.

Die Doberaner Männerreserve bekommt es am Sonntag in der MV-Liga ebenfalls mit dem Tabellenführer zu tun – allerdings auswärts. Die Truppe von Trainer Jan Mietzelfeld (12./10:22) ist mit drei Niederlagen in die Rückrunde gestartet. Beim Mecklenburger HC (1./29:3), der sein Heimspiel in Lübtheen austrägt, geht es vornehmlich darum, ein achtbares Resultat zu erzielen.

Die zuletzt wenig überzeugend agierenden Frauen des DSV (3./11:9) sind morgen in der Verbandsliga beim Wolgaster HV (9./5:15) zu Gast.

Simone Seidel (OSTSEE-ZEITUNG)
Remko Sonnemanns trainiert schon wieder, aber ein Einsatz könnte für ihn noch etwas verfrüht sein.