3.Liga, DSV-Cup   |   06.07.2010, 08:03

Handballer testen in eigener Halle

Robert French (OSTSEE-ZEITUNG)

Handballturniere gab es in Bad Doberan bisher nur im Nachwuchsbereich. Erstmalig findet im August das DSV-Cup-Turnier der Männer statt.

Handball. Für die Doberaner Handballfans wird die schier endlos anmutende spielfreie Zeit bereits früher enden als bislang angenommen. Denn am letzten Wochenende im August, also bereits zwei Wochen vor dem offiziellen Saisonstart in der 3. Liga, veranstalten die Männer des Bad Doberaner SV ein eigenes Vorbereitungsturnier in der Stadthalle — den DSV-Cup.

Neben den Landesligamannschaften vom TSV Bützow und vom Ribnitzer HV empfangen die Münsterstädter am 28. August auch drei Teams aus dem letztjährigen Kreis der Regionalliga Nord-Ost, die sich allerdings nicht für die neue Drittklassigkeit qualifizieren konnten. Fortuna Neubrandenburg und die zweite Mannschaft des SV Post Schwerin gehen in der kommenden Spielzeit in der Ostsee-Spree-Liga (Zusammenschluss der Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern /d. Red.) an den Start. Das Teilnehmerfeld komplettiert der TSV Ellerbek aus dem Norden Hamburgs.

Auf Grund terminlicher Überschneidungen und fehlender Testmöglichkeiten für die Doberaner Handball-Sieben von Trainer Lothar Goldschmidt hatten die DSV-Verantwortlichen kurzfristig die Abwicklung eines eigenen Turniers ins Auge gefasst. Und trotz der kurzen Planungszeit erhöhte sich die anfangs geplante Kapazität von fünf Teams auf nunmehr sechs Mannschaften — die Doberaner mussten sogar weiteren interessierten Clubs absagen.

Der DSV-Cup bietet für Coach Goldschmidt die Möglichkeit, wenige Tage vor dem ersten Saisonspiel beim THW Kiel II noch mal alle Akteure auf dem Feld ausgiebig zu testen. Nach den vielen Abgängen aus der Vorsaison stehen derzeit mit Maic Sadewasser, Florian Glamann (beide vom HC Empor Rostock II) sowie Jan Ritzrau vom HSV Grimmen erst drei neue Neuzugänge fest.

Florian Zemlin vom Zweitliga-Team des HCE soll per Doppelspielrecht so oft wie möglich im DSV-Dress zum Einsatz kommen.

Auf der Suche nach weiteren Verstärkungen tut sich der DSV bislang jedoch noch schwer. Potenzielle Kandidaten haben bisher abgesagt und sich häufig für die finanziell lukrativeren Angebote anderer Vereine entschieden.

Bis zum Trainingsstart am 2. August und darüber hinaus werden die Doberaner aber weiter die Augen offen halten.