B-Mädchen kämpfen wacker

Einen tristen und leider nur teilweise von Fairplay geprägten Vormittag erlebten die B-Juniorinnen des Doberaner SV tags zuvor in Rostock. Beim Bezirkspokalturnier standen zwei Partien an, die beide klar verloren gingen. Das kam jedoch nicht sonderlich überraschend. „Die Voraussetzungen waren nicht gerade günstig“, sagte Trainer Marcel Jaunich. Er hatte „aufgrund kurzfristiger Absagen und Ausfälle“ zunächst insgesamt nur sechs Spielerinnen zur Verfügung. Gegen den späteren Cup-Sieger Eintracht Rostock (10:28) agierte man daher im ersten Teil der Partie in Unterzahl, ehe die Rostockerinnen später auch eine Spielerin vom Feld nahmen. „Dafür noch einmal ein großes Dankeschön“, zollte Jaunich dieser Aktion im Sinne der Fairness Respekt.

Damit war es im Duell mit dem SV Warnemünde dann aber vorbei: der frühere Doberaner Coach Peter Flohr ließ die SVW-Mädchen durchweg in voller Stärke auf dem Feld, obwohl den Doberanerinnen in diesem Spiel sogar nur vier Feldspielerinnen zur Verfügung standen. Der Remis nach einer knappen Viertelstunde war aus Doberaner Sicht daher aller Ehren wert, auch wenn die Partie nach vierzig Minuten letztlich mit 8:18 verloren ging. Jaunich war dennoch stolz: „Insgesamt haben die Mädels in Sachen Einstellung und Kampfeswillen trotz der Umstände überzeugt und konnten erhobenen Hauptes die Halle verlassen.“ Das galt nicht an diesem Tag nicht für alle Beteiligten.