DSV-Handballer gehen in Berlin unter

Oberligist verliert beim VfL Tegel mit 17:29 / Sonnabend letztes Heimspiel gegen den Meister.

Berlin. Mit einem schwachen Auftritt beim bereits als Absteiger feststehenden VfL Tegel dürften die Handballer des Doberaner SV einen einstelligen Tabellenplatz in der Oberliga Ostsee-Spree wohl verpasst haben. Die 17:29 (9:19)-Pleite in der Bundeshauptstadt war darüber hinaus das negative i-Tüpfelchen auf eine miserable Auswärtsserie der DSV-Sieben in der zu Ende gehenden Spielzeit. In zwölf absolvierten Partien in der Fremde – die Begegnung beim Tabellenführer Füchse Berlin II wurde nicht ausgetragen und am grünen Tisch gewertet – gelangen lediglich ein Sieg und ein Remis.

Dass die Gäste nach den Geschehnissen in der Vorwoche den Klassenerhalt bereits vor dem Anpfiff sicher hatten (die OZ berichtete), war sichtlich Gift für das eigene Spiel. Dabei legten sie zunächst bis zum 2:3 (3.) immer wieder vor, doch im Anschluss daran waren die Mecklenburger nicht viel mehr als ein widerwilliger Sparringspartner beim Oberliga-Abschied des VfL Tegel. Über die Stationen 7:3, 8:5, 12:6 und 18:7 wurden die Doberaner bis zum herbeigesehnten Pausenpfiff regelrecht vorgeführt.

„Uns fehlte einfach die richtige Einstellung zum Spiel. Das darf so natürlich nicht passieren, ist aber angesichts einer auch mental sehr kräftezehrenden Rückrunde nach dem sicheren Klassenverbleib zumindest in gewisser Weise erklärbar“, wollte Trainer Lars Rabenhorst trotz der großen Enttäuschung über den mauen Auftritt den Stab nicht komplett über seiner Mannschaft brechen. Zumal er in Berlin mit Jan Ritzrau und Matthias Jahn – letzterer wurde am Tag vor dem Spiel erstmals Papa – auf beide etatmäßigen Kreisläufer verzichten musste. Das machte sich in Kombination mit dem rigorosen Haftmittelverbot in der Tegeler Sporthalle ziemlich deutlich bemerkbar. Zwar versuchten sich gleich mehrere DSV-Akteure darin, inmitten der gegnerischen Abwehrreihe Lücken zu reißen. Die Erfolgsquote blieb jedoch überschaubar.

Das Doberaner Debakel nahm so auch zu Beginn der zweiten Halbzeit zunächst weiter seinen Lauf. Nach 36 Minuten hieß es 24:12 aus Sicht des VfL, der sich im Anschluss jedoch gnädig mit seinen Gästen zeigte. Handballerisch flachte die Partie zusehends ab. In der verbleibenden Spielzeit bis zur Schlusssirene fielen nur noch magere zehn Treffer, zu gleichen Teilen auf beide Seiten verteilt.

Als Tabellenzehnter (21:29 Punkte) blicken die DSV-Handballer nun dem letzten Spieltag am kommenden Sonnabend (18 Uhr, Stadthalle) gegen den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter und feststehenden Meister Füchse Berlin II (47:3) entgegen. Gemessen an der Leistung in Tegel könnte einem aus Doberaner Sicht für dieses Duell Angst und Bange werden. Ein Blick auf die imposante Heimbilanz des Teams von Lars Rabenhorst (neun Siege in zwölf Spielen) lässt dagegen auf einen interessanten Saisonausklang in der Oberliga hoffen. Nur mit einem Punktgewinn wäre für die DSV-Sieben eine Positionsverbesserung im Gesamtklassement überhaupt im Bereich des Möglichen.

Tegel: Thumm, Mittelstaedt – Klugow 4, Lüer 3/2, Jordan, Schwarz 6, Bolduan 6, Miemitz, Pieper 1, Klühs 1, Schauer 2, Florett, Schweitzer.

DSV: Malitz, Prothmann – Voigt 7/5, Rinas, Rasch 1, Stöwsand, Spitzner 2, Fandrich 1, Sachse 2, Paul, Meyer 4/1, Holst, Vizhbovskyy.

Strafminuten: 6 – 4. Siebenmeter: 2/2 – 8/6.