Handballer können befreit aufspielen

Wird in Berlin voraussichtlich aus einem schönen Grund fehlen: DSV-Kreisläufer Matthias Jahn wurde am Tag vor dem Spiel zum ersten Mal Papa.

Bad Doberan. Der wichtige Heimerfolg gegen das Oberliga-Schlusslicht SV Brandenburg-West am vergangenen Wochenende brachte für die Handballer des Doberaner SV (21:27 Punkte) den Sprung auf Rang neun in der Tabelle der Ostsee-Spree-Liga. Die wirklich frohe Kunde folgte aber in der Wochenmitte und brachte erfreulicherweise den vorzeitigen Klassenerhalt für die DSV-Sieben mit sich. Der Deutsche Handballbund (DHB) hat demnach das Verfahren gegen den HC Empor Rostock eingestellt, der im Raum stehende Punktabzug für den Drittligisten aufgrund des Verdachtes einer fehlerhaften Spielberechtigung eines Akteurs ist vom Tisch. Die Münsterstädter können sich somit schon jetzt auf ein weiteres Jahr in der Viertklassigkeit freuen.

Morgen führt sie ihre letzte Auswärtsreise der laufenden Saison zum VfL Tegel (13. Platz/8:40 Punkte). Die Berliner werden in der neuen Spielzeit dann nicht mehr zu den Doberaner Kontrahenten gehören. Als Vorletzter belegen sie neben Brandenburg-West einen der beiden Regelabstiegsplätze und müssen nach zwei Jahren Zugehörigkeit die Oberliga wieder verlassen. „Die letzten beiden Spieltage einer Saison sind immer etwas anders, gerade wenn es sportlich nicht mehr um alles geht. Spieler werden verabschiedet und vor allem wollen sich alle gerade die gastgebenden Teams möglichst mit einem Sieg von ihren Fans verabschieden“, sagt Lars Rabenhorst. In der haftmittelfreien und vor allem engen Halle in Berlin-Tegel erwartet er eine ähnliche Situation.

Trotz des vorzeitig erreichten Saisonzieles haben die Doberaner aber nichts zu verschenken. Gerade die bislang ziemlich maue Auswärtsbilanz mit lediglich drei Punkten – in der Rückrunde wurden sogar alle Spiele mit Anfahrtsweg verloren – soll wenn möglich etwas aufpoliert werden. Das könnte für das Abschlussergebnis von großer Bedeutung sein. „Wir haben bislang schon einen Zähler mehr gesammelt als in der gesamten Vorsaison (10. Platz mit 20:32 Punkten/d. Red.) und unsere insgesamt gute Serie soll nun auch in der Tabelle zum Tragen kommen“, bestätigt Rabenhorst. Ein Sieg in Berlin könnte bei entsprechenden Spielverläufen in anderen Hallen bereits für das Erreichen eines einstelligen Tabellenplatzes reichen.

„Das wird jedoch ein hartes Stück Arbeit, wir müssen uns vor allem mental auf die Bedingungen einstellen. Dann kann es mit dem zweiten Auswärtssieg klappen“, hofft Lars Rabenhorst. Das Hinspiel im Dezember 2017 gewannen die Doberaner mit 37:27. DSV-Keeper Tobias Malitz traf seinerzeit vom gegnerischen Kreis ins Schwarze. In Berlin soll er gemeinsam mit Kapitän Sebastian Prothmann mit einer guten Leistung zwischen den Pfosten den Grundstein für den angepeilten Erfolg legen.