Feierstimmung trotz Niederlage

Verbandsliga, Männer, Rückspiel um Platz 3: Doberaner SV – HV Altentreptow 25:27 (13:15). Den anvisierten Sieg im letzten Saisonspiel haben die Reservisten des DSV verpasst. Der dritte Platz in der Gesamtabrechnung der Verbandsliga ging aber dennoch an die Münsterstädter, die in der Addition von Hin- und Rückspiel nach dem klaren Erfolg in Altentreptow (32:24) deutlich vorne lagen und daher Grund zum Feiern hatten.

Im zweiten Duell mit den Tollense-Handballern konnten die Doberaner allerdings nicht mehr an die Leistung aus der Vorwoche anknüpfen. „Es war angesichts des klaren Vorsprunges aus dem Hinspiel schwer, die Motivation aufrechtzuerhalten“, stellte Interimscoach Marcel Gutsche fest. Er hatte den beruflich zunächst verhinderten Trainer Henning Krüger vertreten, der die Partie nach seiner verspäteten Ankunft von der Tribüne aus verfolgte. Die fehlenden Prozentpunkte in Sachen Aggressivität und Einstellung hätten sich durchaus rächen können, denn „der Gegner war deutlich besser als letzte Woche“, so DSV-Kapitän Hans Wachtel.

Er hatte zwar einen guten Beginn seines Teams gesehen, doch nach dem 7:4 (10.) lief plötzlich nicht mehr viel zusammen. „Wir haben den Ball im Angriff nicht laufen lassen“, waren sich Wachtel und Gutsche einig. Letzterer erkannte auch an, dass „Altentreptow sehr gut auf uns eingestellt war.“ Das führte neben der fehlenden Stabilität und Konsequenz in der Defensive dazu, dass die Partie zu Gunsten der Gäste kippte. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff hatten sie beim Stand von 13:17 (34.) den Hypothek aus dem Hinspiel erstmals halbiert.

Richtig brenzlig wurde es für die Hausherren aber nicht mehr. Sie hielten dem Druck zunächst bis zum 19:23 (45.) stand und sorgten anschließend zumindest noch für etwas Ergebniskosmetik. „Wir haben noch einmal gezeigt, dass wir kämpfen können“, stellte Hans Wachtel das Positive heraus. Trainer Henning Krüger knüpfte daran in seinem Saisonfazit an: „Wir haben Moral bewiesen. Insgesamt bin ich stolz auf das Gesamtergebnis und das Erreichte. Wir werden jetzt erst einmal ruhiger treten und dann gilt es, sich neu aufzustellen.“ Mit Frank Stölken und Tom Kröplin, der sich mit 101 Treffern den Titel des teaminternen Torschützenkönigs sicherte, müssen zwei Abgänge kompensiert werden. Beide Akteure wurden am Sonnabend standesgemäß verabschiedet.

Verbandsliga-Meister wurde unterdessen der TSV Bützow. Nach einem 30:30 im Hinspiel machten die Bützower mit einem 32:24-Erfolg in eigener Halle gegen den HSV Grimmen II den Aufstieg in die MV-Liga perfekt.

DSV II: Polkow, Ludwig – Wosar 3, Sitarek 1, Wachtel 3, Stölken 2, Busse, Voß, Lehmann, Frank 4/3, Schlüter, Meyer 2, Möde 1, Kröplin 8/1.