DSV-Sieben wird unter Wert geschlagen

Oberligist unterliegt beim Dritten MTV Altlandsberg 23:27 / Spiel bei den Füchsen Berlin II am grünen Tisch gewertet.

Altlandsberg. Die Handballmänner des Bad Doberaner SV standen am Sonnabend kurz vor einem erneuten Überraschungs-Coup gegen den MTV Altlandsberg. Nach dem 24:22-Erfolg im Hinspiel war die DSV-Sieben auch im zweiten Aufeinandertreffen drauf und dran, dem Tabellendritten der Oberliga Ostsee-Spree etwas Zählbares abzunehmen. Am Ende stand für die Mecklenburger dann allerdings eine 23:27 (10:12)-Niederlage zu Buche.

Doch die auswärts chronisch schwachen Doberaner präsentierten sich im östlichen Berliner Umland – gestärkt von zuvor zwei Heimsiegen am Stück – trotz der Pleite in guter Verfassung. „Es war wohl unsere beste Auswärtsleistung der laufenden Saison“, stellte Till Sachse rückblickend fest. Den ausschlaggebenden Grund dafür lieferte er gleich mit: „Wir haben die Leistung aus den Heimspielen auch endlich einmal auswärts geboten.“ Mannschaftskapitän Sebastian Prothmann schloss sich dieser Einschätzung an. Seiner Meinung nach hätten sich die DSV-Handballer sogar „angesichts der kämpferischen Leistung einen Punkt verdient gehabt.“

Dazu kam es letztlich nicht, obgleich die Partie lange auf des Messers Schneide stand. Erst in der ultimativen Schlussphase gelang es den Hausherren, den im Vorfeld eingeplanten Sieg zu sichern. Dabei profitierten die Altlandsberger auch und vor allem vom (nicht nur in dieser Phase) zur Schau gestellten Mix von Pech und Unvermögen im Doberaner Angriffspiel. Hier hatten die Gäste gerade in der letzten Viertelstunde so ihre Nöte. Das Fehlen des mitgereisten, aber aufgrund von Schulterproblemen nicht einsatzfähigen Routiniers Yan Vizhbovskyy machte sich in dieser Zeit durchaus bemerkbar.

So blieb der 20:19-Führungstreffer von Sebastian Voigt (46.) nach einer zwischenzeitlichen Aufholjagd nach einem 13:17-Rückstand (39.) der einzige Doberaner Vorsprung im gesamten Spiel. MTV-Trainer Tilo Leibrich reagierte darauf umgehend mit einer Auszeit und sein Team rückte die Verhältnisse vor allem in Person der anschließend jeweils dreimal erfolgreichen Dominic Witkowski und Toni Schäl wieder zurecht. Dennoch: mindestens bis zum 22:23 (58.) aus eigener Sicht war für die DSV-Sieben sehr viel mehr drin.

So geht das zurückliegende Wochenende der Oberliga-Männer zumindest rein statistisch als das schlechteste in die Doberaner Handball-Historie ein. Denn nebst des doppelten Punktverlustes auf dem Spielfeld in Altlandsberg wurde auch die ausgefallene Begegnung beim nunmehr feststehenden Meister Füchse Berlin II am grünen Tisch gegen den DSV gewertet.

Trotz mehrerer freundschaftlicher Telefonate mit den Füchse-Verantwortlichen war eine machbare Lösung bezüglich eines Nachholtermins nicht in Sicht, der Doberaner Verzicht die letztlich logische Konsequenz. „Wir sind halt eine Amateurmannschaft. Die möglichen Varianten, zum Beispiel eine Doppelansetzung am vorletzten Spieltag vor unserer wichtigen Partie beim VfL Tegel, waren sowohl sportlich als auch finanziell einfach nicht realisierbar“, erklärt Trainer Lars Rabenhorst.

Ihr nächstes Spiel absolvieren die DSV-Handballer, die nach dem Wochenende mit 0:4 Punkten jetzt Rang zehn in der Oberliga belegen, somit am 28. April (19 Uhr) in eigener Halle gegen den feststehenden Absteiger SV Brandenburg-West.

DSV: Malitz, Prothmann – Voigt 4, Rasch 1, Jahn 3, Rinas, Stöwsand 1, Spitzner 1, Fandrich 1, Sachse 1, Paul, Meyer 9/3, Holst 2, Vizhbovskyy.