Doppelte Freude über Derbysieg und Ruhepause

DSV-Handballerinnen setzen sich in Schwaan mit 21:14 durch / Pause bis zum 8. April

Schwaan. Mit einem verdienten Auswärtssieg beim Schwaaner SV haben sich die Damen des Doberaner SV ihre Chancen auf einen Platz in den Medaillenrängen der Handball-Verbandsliga offen gehalten. Derzeit belegen die DSV-Ladies nach dem 21:14 (11:5)-Erfolg im Nachbarschaftsduell den vierten Rang und haben zwei Punkte Rückstand auf die Plätze zwei und drei. Der neue Spitzenreiter vom Ribnitzer HV hat mittlerweile drei Zähler mehr auf dem Konto als der DSV.

Eine bessere Ausgangsposition für die im April beginnende Schlussphase der Saison hatten die Doberanerinnen in den Wochen zuvor mit drei Niederlagen in vier Spielen etwas leichtfertig aus der Hand gegeben. Ein weiteres Szenario dieser Art ergab sich beim Gastspiel in der Schwaaner Bekehalle nicht. „Wir sind mannschaftlich geschlossen aufgetreten, haben damit das Derby verdient gewonnen und nach der Schwächephase mit den vielen Niederlagen endlich wieder einen Sieg einfahren“, zeigte sich Torsten Römer daher zufrieden.

Der Doberaner Coach konnte personell abermals nicht aus dem Vollen schöpfen, auch eine Vielzahl der anwesenden Spielerinnen war körperlich noch nicht hundertprozentig auf der Höhe. „Aufgrund dessen war heute ein ruhiges und sicheres Spiel angesagt“, erklärte Römer mit Blick auf möglicherweise schwindende Kraftreserven. Daher wechselte der DSV-Trainer zudem frühzeitig durch. Ein Matchplan, der letztlich aufgehen sollte. Aufbauend auf eine gute Torwartleistung von Anne Stahnke gerieten die Gäste eigentlich zu keinem Zeitpunkt in echte Gefahr. Und das auch, als die in den zehn Minuten vor dem Pausenpfiff erarbeitete 11:5-Führung der Gäste kurz nach dem Wiederbeginn wieder zu schrumpfen begann.

Das lag aber eher an einer doppelten Unterzahl (36. bis 38. Minute) und der kurzzeitig fehlenden Präzision im Angriff. Doch spätestens als Mia Menzel unmittelbar darauf mit dem Treffer zum 12:8 den Doberaner Torreigen in der zweiten Halbzeit eröffnete, hatten die Münsterstädterinnen die Zügel wieder fest in der Hand. „Wir haben wieder die besser postierte Mitspielerin gesucht und gefunden“, freute sich Torsten Römer. Und so nahmen die Gäste die beiden Punkte über die Stationen 15:9 (45.) und 18:14 (52.) verdientermaßen mit auf die kurze Heimreise.

Nun gilt die Priorität nach den zuletzt anstrengenden Wochen erst einmal der Erholung. „In der Spielpause können sich alle kranken oder angeschlagenen Spielerinnen auskurieren“, hofft Römer. Nach dem Osterfest steht dann am 8. April das Nachholspiel in eigener Halle gegen den Mecklenburger SV auf dem Plan.

DSV: Stahnke, Polkow – Dobbert, Berg 1, Seering 5, Münickel 2/1, Wende 4/1, Menzel 2, Nowak 3, Krause, Davidek 1, Busch 2, Frank 1.