35:24 – Klarer Auswärtssieg für DSV-Handballer

Doberaner gewinnen erstmals seit Oktober wieder in der Fremde. Maximilian Lendner trifft neunmal.

Berlin. Das Tabellenbild in der Oberliga Ostsee-Spree präsentiert sich aus Sicht des Doberaner SV nach nunmehr 16 von 26 Spieltagen freundlicher, als es noch vor zwei Wochen vorauszusehen war. Mit dem deutlichen 35:24 (20:14)-Erfolg beim Schlusslicht Berliner SV 92 feierten die DSV-Handballer am Sonnabend ihren zweiten Sieg am Stück. Der Vorsprung auf die Abstiegszone wuchs dank dieser „Mini-Serie“ wieder auf vorerst beruhigende, aber längst nicht sichere vier Zähler an.

„Alles in allem waren die Punkte heute das einzige, was wirklich wichtig war“, reduzierte Kreisläufer Matthias Jahn die Partie in der Bundeshauptstadt auf den wesentlichen Aspekt. Weil dies auch für die – angesichts der Tabellensituation weitaus mehr unter Druck stehenden – Gastgeber galt, ist die souveräne Doberaner Vorstellung eigentlich umso höher zu bewerten.

Zunächst ließ die DSV-Sieben die Berliner nach einem 3:0-Blitzstart aber zwischenzeitlich auf 7:7 herankommen. Mit einem starken Schlussspurt zum Ende der ersten Halbzeit stellte das Team von Trainer Lars Rabenhorst die Weichen dann aber frühzeitig auf Sieg. Und auch wenn die Hausherren nach dem Wiederanpfiff nochmals auf vier Treffer (24:20, 42.) verkürzen konnten, echte Spannung kam im in der Gretel-Bergmann-Sporthalle in Berlin-Wilmersdorf nicht mehr auf. Die von Seiten des BSV 92 angekündigte Revanche für die 18:32-Hinspielpleite an der Ostsee war schon zu diesem Zeitpunkt reines Wunschdenken. Und weil die Doberaner die letzten fünf Treffer der Partie allein für sich verzeichnen konnten, ging der Schuss für den Aufsteiger sogar komplett nach hinten los.

Als Protagonisten taten sich beim zweiten Auswärtserfolg der Münsterstädter in dieser Saison – die bislang einzigen Punkte in fremder Halle holten die Doberaner Anfang Oktober in Neubrandenburg – der neunfache Torschütze Maximilian Lendner sowie der abermals stark aufgelegte Torwart Sebastian Prothmann hervor. Der 22-jährige Lendner zeigte dabei auf der Linksaußenposition für den verletzt fehlenden Jakub Zboril jene Vollstreckerqualitäten, die man bei ihm im bisherigen Saisonverlauf (20 Treffer bei zwölf Einsätzen) auf seiner angestammten Spielmacherposition noch vermisste.

Mit diesem positiven Erlebnis gehen die Doberaner in eine weitere Oberliga-Pause. Erst in drei Wochen steht die nächste Aufgabe an. Im Heimspiel gegen Fortuna Neubrandenburg (18. Februar) könnte die DSV-Sieben dann einen weiteren großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

DSV: Prothmann, F. Voigt – S. Voigt 7/3, Lehwald 7, Ritzrau 1, Stöwsand 1, Jahn 3, Palm, Landwehrs 2, Sachse, Fandrich 1, Paul, Vizhbovskyy 4, Lendner 9.