Astrid Kraeft war mit neun Treffern beste Schützin beim 30:27-Erfolg der Doberaner Handballfrauen gegen Ribnitz.

DSV-Ladies haben Rang drei weiter fest im Blick

Handballerinnen gewinnen Duell der Verfolger gegen Ribnitz mit 30:27.

Bad Doberan. Die Tabellenspitze der Verbandsliga haben die Handballdamen des Doberaner SV mittlerweile aus den Augen verloren. Rang drei als finale Platzierung zum Saisonende am 22. April peilen die Münsterstädterinnen nunmehr an. Der am Sonntag errungene 30:27 (16:13)-Erfolg gegen den unmittelbaren Konkurrenten vom Ribnitzer HV war ein wichtiger Schritt hin zum Erreichen des neu gesetzten Ziels.

„Diesmal haben wir zwar nicht gut gespielt, aber gewonnen. Letztes Wochenende (23:24 beim SV Warnemünde II/d. Red.) war es noch andersherum“, zog DSV-Trainer Torsten Römer eine erste Bilanz unmittelbar nach dem Abpfiff. Durch den Sieg baute sein Team den Vorsprung auf Ribnitz vorerst auf drei Zähler aus, allerdings haben die Vorpommern noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand.

Mit Ausnahme des frühen 0:1-Rückstands gelang den Gastgeberinnen dabei im Grunde ein Start-Ziel-Sieg. Und wären die DSV-Angreiferinnen nicht von Beginn an so fahrlässig mit ihren Torchancen umgegangen, wäre die Frage nach dem Sieger wohl frühzeitig geklärt gewesen. So aber hielten die mit acht Spielerinnen angetretenen Gäste trotz zeitweilig größerer Rückstände (8:4, 25:20) lange Zeit mit. In der Schlussphase warfen sie mit einer offensiven Deckung dann nochmals alles in die Waagschale – allerdings vergebens. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass die Ribnitzerinnen mit den blutjungen Julia Engel (19 Jahre/13 Tore) und Anna Marzahl (18/10) die überragenden Einzelspielerinnen in ihren Reihen hatten.

Auf Seiten des DSV konnte da nur die treffsichere Astrid Kraeft (9 Tore) mithalten. „Wir hatten auch mit personellen Problemen zu kämpfen“, sagte Römer mit Blick auf seinen ebenfalls nicht üppig aufgestellten Kader. Co-Trainerin Anja Frank – die in diesem Jahr aufgrund fehlender Alternativen schon zwei Mal als Torhüterin aushelfen musste – war so diesmal wieder als Rückraumspielerin gefragt.

In weiten Teilen des Spiels fehlte es den Doberanerinnen im Vorwärtsgang sowohl an Bewegung und Tempo. „Das war teilweise sehr behäbig“, monierte Coach Römer zurecht. „Irgendwie haben wir den Sieg aber letztlich über die Zeit gebracht.“ Immerhin gelang damit auch die angepeilte Revanche für die 28:34-Pleite in der Boddenstadt.

In den kommenden Wochen sind die DSV-Ladies in der Verbandsliga vorerst in der Zuschauerrolle. Für die Partie bei der SG Uni Greifswald/Loitz (9.) wird derzeit ein Nachholtermin gesucht, das nächste Spiel – in eigener Halle gegen die HSG Uni Rostock (6.) – steht erst am 4. März im Terminkalender.

DSV: Stahnke – Frank 3, Münickel 4/1, Wende 5, Menzel 1, Couball 2, Ott 3, Krause 3, Kraeft 9, Busch.