Eric Wilhelm gehörte zuletzt zu den Aktivposten im Doberaner Spiel.

Doberaner SV will in der Erfolgsspur bleiben

DSV-Handballer treffen am Sonnabend auf den wiedererstarkten Güstrower HV. Die Reserve und die Damen empfangen jeweils den Schwaaner SV

Am 16. Spieltag ist die obere Tabellenhälfte der MV-Liga allein unter sich. Verteilt auf zwei Wochenenden treffen sich die ersten Sechs zu interessanten Duellen, die den weiteren Saisonverlauf maßgeblich beeinflussen können. Das morgige Aufeinandertreffen der Handballer des Bad Doberaner SV und des Güstrower HV in der Stadthalle (Anwurf: 19 Uhr) birgt damit jede Menge Spannungspotenzial. Das gilt auch für die fast zeitgleich stattfindende Partie des SV Warnemünde (6.) gegen den Ribnitzer HV (2.) sowie das um eine Woche verschobene Gastspiel  von Spitzenreiter Fortuna Neubrandenburg bei der TSG Wismar (4.).

Die Doberaner Bilanz in der Rückrunde liest sich mit einer Ausbeute von lediglich 3:3 Punkten aus den ersten drei Partien recht dürftig. Doch mit dem 27:23-Heimerfolg vor zwei Wochen gegen Tabellenführer Neubrandenburg haben die DSV-Handballer ein Zeichen an die Liga gesendet, dass mit ihnen weiterhin zu rechnen ist. „An diese Leistung wollen und müssen wir am Sonnabend anknüpfen, wenn wir gegen Güstrow bestehen wollen“, sagt Doberans Trainer Matthias Schmidt.

Die Barlachstädter (5./17:13) reisen als amtierender Landesmeister an. Und auch wenn die Chancen auf die Titelverteidigung im Grunde nur noch theoretisch bestehen, sind sie in der aktuellen Form ein echter Gradmesser für die Doberaner. „Sie haben bei der Stiere-Reserve in Schwerin gewonnen (25:23/d. Red.) und haben auch ihr Heimspiel gegen Demmin (31:21/d. Red.) erfolgreich bestritten“, erzählt Schmidt in dem Wissen, dass seine Mannschaft just bei diesen Aufgaben in der jüngeren Vergangenheit gepatzt hatte. Personell kann der DSV-Coach beim Versuch, den 31:25-Erfolg aus dem Hinspiel zu wiederholen, mit Ausnahme der Langzeitverletzten nahezu aus dem Vollen schöpfen.

Im Vorfeld sorgt der Spielplan gleich zwei Mal für Derby-Stimmung: Sowohl die Männer-Reserve als auch das Damenteam bekommen es in eigener Halle mit dem Schwaaner SV zu tun. 

Mit einem Sieg könnten die Handballerinnen aus der Münsterstadt (6./6:18) mit den Gästen von der Beke (5./8:16) in der Tabelle nach Punkten gleichziehen. Trainer Torsten Römer erwartet eine enge Partie und hofft auf den Einsatz seiner zuletzt verletzt fehlenden arrivierten Kräfte. „Das entscheidet sich jedoch erst kurzfristig. Ich erwarte von den jüngeren Spielerinnen aber ohnehin, dass sie mehr Mumm zeigen und in die Bresche springen“, so Römer.

Die zweite Männermannschaft (5./10:12) ist ab 16.30 Uhr klarer Außenseiter. Der Druck liegt klar beim SSV (2./20:4), der sich im Kampf um den Wiederaufstieg keinen weiteren Ausrutscher mehr erlauben darf. Die Doberaner wollen sich indes besser aus der Affäre ziehen, als es ihnen bei der herben 18:38-Pleite im Hinspiel gelungen war.

Den Heimspieltag in der Stadthalle komplettieren die C-Juniorinnen, die ab 10 Uhr in der Bezirksliga auf die Reserve von Eintracht Rostock treffen. Um 12 Uhr kommt es dann zum Showdown bei den C-Jungen: Der DSV (1./21:7) benötigt zum erneuten Einzug in die Playoffs um die Landesmeisterschaft noch einen Zähler, während für den Kontrahenten vom HC Empor Rostock (3./20:10) ein Remis bei der gleichen Zielstellung unter Umständen sogar schon das Aus bedeuten könnte.

Weitere Ansetzungen: MJD: Mecklenburger Stiere Schwerin II – DSV (Sa.); MJB: HC Empor Rostock II – DSV (Sa., 11 Uhr, Rostock-Marienehe); MJE: HV Altentreptow – DSV (So.).