Tom Paul soll gegen Spitzenreiter Neubrandenburg von der Linksaußenposition für Torgefahr sorgen.

DSV empfängt Spitzenreiter Neubrandenburg

Die bittere Heimpleite gegen Einheit Demmin am vergangenen Wochenende hat beim Bad Doberaner SV zweifelsohne ihre Spuren hinterlassen. Nicht nur, dass die DSV-Handballer (19:7 Punkte) in der Tabelle der MV-Liga vom zweiten auf den vierten Tabellenplatz abgerutscht sind. Mit einigen Blessuren setzte sich die Leidenszeit für einige Akteure auch im Laufe der Woche fort. Am Sonnabend treffen die Doberaner nunauf Spitzenreiter Fortuna Neubrandenburg (19 Uhr, Stadthalle) und wollen sich vor eigenen Publikum schnellstmöglich rehabilitieren und das Meisterrennen mit einem Sieg möglichst offenhalten.

Der aktuelle Trend spricht allerdings gegen die DSV-Sieben, die nur eine der letzten vier Liga-Partien für sich entscheiden konnte. Vor allem bei der 23:24-Niederlage gegen Demmin waren die Münsterstädter von ihrem Leistungsvermögen meilenweit entfernt. „Wir haben das Spiel im Nachgang natürlich noch einmal ausgewertet“, sagt Trainer Matthias Schmidt. Für die morgige Begegnung gegen den letztjährigen Mitabsteiger aus der Oberliga (1. Platz/22:4 Punkte) erwartet er eine deutliche Steigerung auf allen Positionen. Der 42-Jährige ist sich aber auch sicher: „Das wird ein völlig anderes Spiel.“

Dabei wird er womöglich auf einige Stammkräfte verzichten müssen. Neben dem langzeitverletzten Michael Höwt steht auch hinter dem Einsatz von Christian Hasenpusch und Routinier Oliver Wende ein Fragezeichen. Beide hatten sich im letzten Heimspiel verletzt und konnten nur eingeschränkt bzw. gar nicht trainieren. „Der Rest hat in der Woche aber ordentlich Gas gegeben. Jetzt gilt es, sich dafür am Wochenende auch zu belohnen“, betont Matthias Schmidt.

Da die Partie trotz der Mini-Krise der Doberaner ein Spitzenspiel ist, haben die Vereinsverantwortlichen im Vorfeld noch einmal auf das rechtzeitige Erscheinen hingewiesen. „Der Anspruch auf einen Sitzplatz gilt nur für Jahreskarteninhaber“, erklärt Abteilungsleiter Torsten Römer, der trotz der erneuten TV-Übertragung des EM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft auf einen größeren Zuschauerzuspruch hofft als vor einer Woche. „Das Länderspiel beginnt diesmal erst im Anschluss um 20.30 Uhr. Die Fans können also zunächst unser Team unterstützen und wären dann spätestens zur zweiten Halbzeit vor dem Fernseher. Für die Zeit dazwischen bieten die neuen Medien ja auch einige Optionen, live dabei zu sein“, so Römer.

Er selbst ist am Sonnabend auch als Coach gefordert. Bereits um 14 Uhr trifft der mit der Damenmannschaft auf die Reserve des SV Grün-Weiß Schwerin (4./14:8). Dabei wollen sich die Doberanerinnen (5./6:14) deutlich besser aus der Affäre ziehen als bei der 19:42-Pleite im Hinspiel.

Danach ist die Männer-Reserve im Einsatz, deren knappe 30:31-Niederlage beim HSV Grimmen II in der Vorwoche mittlerweile am grünen Tisch gewertet wurde. Punkte gibt es für die Doberaner (5./8:10) aber weiterhin nicht, denn die fehlende Spielberechtigung für den erst 17-jährigen Johann Delf war das eigene Versäumnis. Für das Team von Trainer Henning Krüger ist es bereits die zweite Begegnung in der laufenden Saison, die mit 0:0-Toren in die Statistik eingeht. Die erste datiert aus dem Herbst, als der klare 31:23-Erfolg beim SV Warnemünde II (6./7:15) ebenfalls nachträglich gewertet wurde – seinerzeit für den DSV. Morgen (Anwurf: 16.30 Uhr) treffen bei den Teams in Bad Doberan aufeinander. Und mittlerweile steht einem Einsatz von Johann Delf auch nichts mehr im Wege.

Weitere Heimspiele am Wochenende: MJD: DSV- HC Empor Rostock II (Sa., 10 Uhr); MJC: DSV – SG Wismar/Schwerin (Sa., 12 Uhr); MJE: DSV – Stavenhagen (So., 10 Uhr); WJC: DSV – Rostocker HC II (So., 13 Uhr). Auswärtsspiele: MJB: TSV Bützow – DSV (So.); F-Mix: Turnierrunde in Rostock-Groß Klein (Sa.).