DSV-Handballer reisen mit Personalsorgen nach Schwerin

Mit der morgigen Partie bei den Mecklenburger Stieren Schwerin II (11. Platz/4:18 Punkte) läuten die Handballer des Bad Doberaner SV (2./18:4) noch in diesem Jahr die Rückrunde in der Mecklenburg-Vorpommern-Liga ein. Das Handballjahr ist für die Doberaner damit allerdings noch nicht beendet: Am darauffolgenden Sonnabend steht zum Abschluss noch das Pokal-Achtelfinale beim Verbandsligisten Plauer SV auf dem Programm.

In der Landeshauptstadt geht es für die DSV-Sieben zunächst aber noch einmal um zwei wichtige Punkte im Kampf um eine gute Ausgangsposition an der Tabellenspitze. Das Bild dort ist aktuell leicht verzerrt, da die noch ausstehende Partie zwischen dem Ribnitzer HV (4./17:3) und dem derzeit führenden SV Fortuna Neubrandenburg (1./18:2) erst am kommenden Wochenende ausgetragen wird. Der Sieger dieses Duells darf sich dann nachträglich Herbstmeister nennen und wird aller Voraussicht nach auch auf dem Platz an der Sonne überwintern.

Die Handballmänner aus der Münsterstadt begutachten dieses sportliche Treiben derzeit nur beiläufig. „Wir schauen nicht auf die Tabelle, sondern nur auf uns“, sagt Trainer Matthias Schmidt. Und so liegt der Fokus der Doberaner derzeit einzig und allein auf dem Spiel bei der Drittliga-Reserve in Schwerin. Die selbsternannten Jungstiere hatten den DSV im Hinspiel zum Saisonauftakt ordentlich gefordert, hinter dem letztlich klaren 34:27-Erfolg der Gastgeber steckte jede Menge Arbeit. Umso überraschender ist das bisherige sportliche Abschneiden der Schweriner. Als Vorletzter – punktgleich mit Schlusslicht HC Vorpommern-Greifswald – stecken sie mitten im Abstiegskampf und sind dringend auf Punktgewinne angewiesen.

Im letzten Punktspiel des Jahres werden die Doberaner aller Voraussicht nach auf Alexander Stöwsand und Oliver Wende verzichten müssen. Die beiden Routiniers hatten sich beim Auswärtssieg in Grimmen doch schwerer verletzt als bisher vermutet. Ein Fragezeichen steht auch hinter dem Einsatz von Daniel Finkenstein, der erst vor der Saison von den Stieren nach Bad Doberan gewechselt war und mit seiner Familie weiterhin in Schwerin wohnt. Der 32-jährige hütete unter der Woche krank das Bett.