Rückraumspieler Frank Furche erzielte acht Treffer für die DSV-Reserve.

DSV-Teams sind in Rostock chancenlos

Zum Rückrundenauftakt gingen die Handballdamen und die zweite Männermannschaft des Doberaner SV jeweils leer aus.

Noch vor zwei Wochen erwies sich die altehrwürdige Sporthalle im Rostocker Gerüstbauerring für den Bad Doberaner SV als gute Adresse. Das änderte sich am Sonntag binnen weniger Stunden. Dem damaligen Sieg der ersten Männermannschaft in der MV-Liga beim SV Warnemünde folgten nämlich zwei Niederlagen der Reserve-Handballer und der Damen des DSV bei der in selbiger Halle beheimateten HSG Uni Rostock.

Für die Handballerinnen aus der Münsterstadt kam die 19:30 (11:12)-Niederlage nicht sonderlich überraschend. Bereits das Hinspiel im September ging für die Doberanerinnen mit 25:35 deutlich verloren. Seinerzeit hatten die DSV-Ladies die erste Halbzeit verschlafen, bei der Neuauflage des Landesliga-Duells präsentierten sie sich in den ersten vierzig Minuten hellwach.

„Wir haben bis dahin richtig gut mitgehalten und konnten unsere taktische Marschroute umsetzen“, lobte Trainer Torsten Römer den Auftritt seiner Mannschaft. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit konnten die DSV-Handballerinnen beim Tabellenzweiten sogar mehrmals eine Führung erzielen. Die ehemalige Doberanerin Anne Münickel, die vor der Saison nach Rostock gewechselt war, sorgte mit einem verwandelten Siebenmeter für einen knappen Pausenvorsprung für ihr neues Team.

Bis zum 15:14 (36.) hielten die Gäste nach dem Seitenwechsel weiterhin den Anschluss, ehe sich der Favorit Stück für Stück absetzen konnte. Über die Stationen 20:14 (45.) und 27:17 (57.) gelang ihnen schlussendlich noch ein standesgemäßer Erfolg. „Uns fehlten zusehends die Alternativen im Rückraum“, erklärte Torsten Römer. Zudem haderten die Doberanerinnen mit der aus ihrer Sicht etwas unausgewogenen Spielleitung der Referees. „Das hat uns leider etwas aus dem Konzept gebracht“, stellte der 53-Jährige nach dem Abpfiff fest. Allerdings: „Die Mädels haben sich trotz allem gut verkauft. Ich bln weitestgehend zufrieden, auch wenn die 30 Gegentore vielleicht etwas zu viele sind.“

Römers Pendant bei der Doberaner Männer-Reserve, Henning Krüger, hatte nach den anschließenden sechzig Minuten dagegen wenig Grund für Zufriedenheit. „Das war ein richtiger sch…. Sonntag“, war er nach der völlig unnötigen, aber nicht minder verdienten 25:30 (14:15)-Pleite bei den Uni-Handballern angefressen. „Wir haben die Favoritenrolle einfach nicht angenommen“, monierte Krüger, der erkannte: „Momentan ist einfach der Wurm drin.“

Diese Zusammenfassung erwies sich für das Doberaner Spiel mehr als passend. Zu jeder Menge Fehlwürfe gesellten sich zahlreiche technische Fehler im Spielaufbau. Und auch die Abwehr entwickelte nicht die notwendige Aggressivität, um den Gegner in Schach zu halten. So gaben die Gäste ihre 11:9-Führung (20.) noch vor dem Pausenpfiff wieder aus der Hand und wähnten sich letztmals beim 17:18 (38.) in unmittelbarer Schlagdistanz. Allerdings brachten sie die HSG nicht mehr in ärgere Bedrängnis.

„Wenn du oben mitspielen willst, darfst du so ein Spiel nicht verlieren. Damit ist das Saisonziel vorerst in weite Ferne gerückt“, stellte Henning Krüger leicht resigniert fest. Die DSV-Reserve belegt mit einem nunmehr ausgeglichenen Punktekonto weiterhin Rang vier in der Verbandsliga Ost. Die Damen belegen mit der Bilanz von zwei Siegen aus neun Saisonsspielen derzeit den vorletzten Platz.

DSV-Frauen: Kraus – Dobbert 1, Frank 4/1, Schriewer 2, Furche 2/1, Nowak, Ott 4, E. Kraeft 2, A. Kraeft 3, Berg, Davidek 1.

DSV II: Ludwig, Polkow – Schmidt, Sitarek 4, Wachtel 7/6, Schwaß, Blank 1, Langberg 1, Furche 8, Wiebe 2, Kotzian, Möde, Sachse 2.

Franziska Schriewer traf bei der 19:30-Auswärtsniederlage der Doberanerinnen in Rostock zwei Mal.