DSV-Ladies geben die rote Laterne ab

Mit einem 25:22-Heimerfolg lassen die Doberaner Handballerinnen den VfL Neukloster in der Tabelle vorerst hinter sich. Spiel der Männer-Reserve abgesagt

Am Sonnabend hatte das lange Warten für die Damen des Bad Doberaner SV endlich ein Ende: Mit dem 25:22 (12:8)-Heimerfolg gegen den VfL Blau-Weiß Neukloster feierten die Landesliga-Handballerinnen ihren ersten Sieg seit mehr als zwei Monaten. In der Tabelle kletterten die DSV-Frauen (4:12 Punkte) vorerst auf den drittletzten Platz und gaben die rote Laterne des Schlusslichts an die Gäste aus Neukloster weiter.

„Das war ein absolut verdienter Sieg“, freute sich Trainer Torsten Römer über das Ende Durststrecke. Vor allem die Defensivleistung seiner Spielerinnen überzeugte ihn deutlich mehr als in den Vorwochen. „Die Abwehr hatte ihren Namen heute auch tatsächlich verdient. Allerdings agieren wir teilweise immer noch zu artig“, stellte Römer fest. In der Tat: In Sachen Zeitstrafen hatten die Gäste deutlich die Nase vorn. Sie mussten insgesamt sechs Mal für zwei Minuten auf der Bank platznehmen, auf Seiten der Doberanerinnen erwischte es lediglich einmal Julia Furche. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel beim Stand von 25:20 (57.) aber im Grunde schon entschieden.

Die Gastgeberinnen hatten dennoch von Beginn an deutlich gemacht, dass sie unbedingt gewinnen wollen. Lediglich beim 3:3 (7.) erreichten die VfL-Akteure einen ausgeglichenen Zwischenstand. In der Folge zog die Römer-Sieben mit sechs Treffern am Stück auf 9:3 (24.) davon und ließ dabei sogar noch die ein oder andere gute Torgelegenheit aus. Neue Spannung kam erst in mitten des zweiten Spielabschnitts beim Stand von 18:16 und 20:18 auf. Doch die Doberanerinnen ließen sich den zweiten Saisonerfolg nicht mehr entreißen. „Daran gilt es nun am kommenden Wochenende anzuknüpfen“, forderte Torsten Römer. Die Aufgabe zum Auftakt der Rückserie beim Tabellenzweiten HSG Uni Rostock wird allerdings ungleich schwerer.

Das ebenfalls für Sonnabend geplante Spiel der zweiten Männermannschaft gegen die Reserve der SG Uni Greifswald/Loitz wurde unterdessen abgesagt. Die Gäste unterrichteten die Doberaner am Freitagvormittag darüber, dass ihnen keine spielfähige Mannschaft zur Verfügung stünde. Ob und wann das Spiel in der Verbandsliga nachgeholt wird, steht noch nicht fest.

DSV: Kraus, Stahnke – Dobbert 3, Frank 9/3, Köster 1, Schriewer 1, Furche 1, Nowak 1, Ott 1, E. Kraeft 3, A. Kraeft 4, Davidek 1.