Doberaner Handballteams patzen in Schwaan

Wie gewonnen, so zerronnen – so könnte man die letzten zwei Ergebnisse der Männer-Reserve des Bad Doberaner SV in der Handball-Verbandsliga zusammenfassen. Nachdem das Team von Trainer Henning Krüger in der Vorwoche in eigener Halle noch einen Kantersieg gegen Aufsteiger Motor Barth landete (39:19), wurde man am Sonnabend selbst Opfer einer herben Pleite. Das Lokalderby beim Schwaaner SV ging mit 18:38 (6:21) gründlich in die Hose.

Angesichts der Personalmisere wollte Henning Krüger die Niederlage vor rund 120 Zuschauern beim verlustpunktfreien Tabellenführer nicht überbewerten. Erst im Abschlusstraining hatten sich mit Stefan Sitarek und Jens Schwaß zwei Akteure verletzt, viele weitere Leistungsträger standen in Schwaan nicht zur Verfügung. Der Trainer selbst, einst gelernter Torhüter, half vierzig Minuten auf dem Feld aus. „Wir konnten die Ausfälle nicht kompensieren. Das war eine Klatsche, die trotz der schlechten Voraussetzungen für uns richtig weh getan hat“, so Krüger.

Die Hausherren machten den Doberanern mit einer offensive Abwehr zu schaffen. Nach dem anfänglichen 2:2 (3.) hatten sie die Weichen schon eine Viertelstunde später klar auf Sieg gestellt – 13:3. Zeit zum Wunden lecken bleibt der DSV-Reserve (4. Platz/6:4 Punkte) bis zum 16. November. Dann geht es im Heimspiel gegen den HV Altentreptow (2./9:3) um den Verbleib in der Spitzengruppe.  

Damen enttäuschen nach der Halbzeitpause

Auch die Doberaner Handballdamen gingen in der Schwaaner Bekehalle leer aus. Nach einer zwischenzeitlichen Vier-Tore-Führung in der ersten Halbzeit hatten die DSV-Ladies in den zweiten dreißig Minuten kaum noch etwas entgegenzusetzen und verloren klar mit 21:28 (12:11). „Anspruch und Wirklichkeit klaffen teilweise sehr weit auseinander“, stellte Trainer Torsten Römer nach dem Abpfiff enttäuscht fest.

Seine Spielerinnen hatten zunächst gut in die Partie gefunden und lagen mit 3:0 (4.) und 6:2 (9.) in Front. Danach war es jedoch vorbei mit der Doberaner Herrlichkeit. Schwaan verkürzte Tor und Tor und nutzte nach dem Seitenwechsel zwei torlose Phasen der Gäste, um sich auf 15:12 (38.) und 20:15 (47.) abzusetzen. Eine Antwort hatten die nunmehr teils indisponierten Doberanerinnen nicht parat.

In der Tabelle der Landesliga rutschten sie durch die dritte Niederlage in Folge auf Rang sieben ab. Während am Sonnabend im Pokal mit dem VfL Neukloster eine lösbare Aufgabe wartet, droht den DSV-Handballerinnen eine Woche darauf im Heimspiel gegen den letztjährigen Oberligisten und unangefochtenen Spitzenreiter TSG Wismar jede Menge Ungemach.

DSV II: Polkow, Ludwig – Sitarek, Störp, Wachtel 3/1, Blank 1, Krüger, Langberg 1, Kotzian 1, Gutsche 2, Möde 8, Sachse 2.

DSV-Frauen: Kraus, Stahnke – Schmidt 6, Dobbert 1, Köster, Wende 5/2, Schriewer, Furche 3/1, Nowak 1, Ott 2, E. Kraeft, Rosenkranz 2, Davidek 1.