Tom Steinberg reist mit den Männern des Doberaner SV zum Pokal-Achtelfinale beim Plauer SV.

Zwei Pokalaufgaben für den Doberaner SV

In der MV-Liga haben die Handballmänner des Bad Doberaner SV am letzten Spieltag die Tabellenspitze erklommen. Diesen Anblick können Mannschaft und Fans auch noch eine weitere Woche genießen, Zeit zum Ausruhen gibt es aber dennoch nicht. Am Sonntag müssen die Doberaner im Landespokal-Achtelfinale beim Plauer SV antreten.

Im Duell beim Verbandsligisten liegt die Favoritenrolle automatisch bei der DSV-Sieben. Damit taten sich die Münsterstädter allerdings vor Wochenfrist im Ligaspiel gegen Stavenhagen schon sichtlich schwer. In Plau kommen die äußeren Bedingungen als erschwerender Umstand hinzu: In der Sporthalle am Klüschenberg des Luftkurortes gilt striktes Haftmittelverbot. „Das darf aber letztlich keine Ausrede sein. Schon eine Woche später erwartet uns im Auswärtsspiel beim Stralsunder HV II die gleiche Situation“, sagt Doberans Trainer Andreas Köster, der die Pokalaufgabe aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen voraussichtlich nicht mit dem kompletten Kader angehen kann.

Wie ernst man den Wettbewerb und damit auch die Begegnung in Plau dennoch nimmt, zeigt ein anderer Umstand: Nach dem feiertagsbedingten Trainingsausfall am gestrigen Reformationstag absolvieren die Doberaner in Vorbereitung auf das Pokalspiel heute noch eine kurzfristige eingeschobene Übungseinheit.

Auch die Damen sind am Wochenende im Cup-Einsatz und genießen dabei sogar Heimrecht. Im Nachholspiel der 1. Hauptrunde treffen sie am Sonnabend (14 Uhr, Stadthalle) auf ihren Landesliga-Kontrahenten VfL Neukloster. Für beide Teams lief die Saison bislang eher holprig: Die Doberanerinnen sind nach fünf Spielen Drittletzter, Neukloster ist Schlusslicht. 

Im Pokalspiel geht es dieses Mal nicht um Punkte, ein Erfolg dürfte daher vor allem für die eigene Moral wichtig sein. Für den Wettbewerb hingegen erscheint er wenig reizvoll, denn anhand der bereits im Juni durchgeführten Auslosung des Handballverbandes muss der Sieger dieser Partie Ende Februar im Viertelfinale bei der TSG Wismar antreten. Der Oberliga-Absteiger gilt als der diesjährige Top-Favorit auf Meistertitel und Pokalsieg.

Weitere Ansetzungen: MJB: DSV – Stralsunder HV (Sa. 12 Uhr, Stadthalle); MJE: HC Empor Rostock – DSV (Sa., 10 Uhr, Fiete-Reder-Halle Rostock-Marienehe).