Überzeugte beim 34:27-Autaktsieg und erzielte fünf Tore für den Doberaner SV: der erst 18-jährige Tom Steinberg.

Auf diesen Saisonstart des DSV lässt sich aufbauen

MV-Liga-Handballer bezwingen die Reserve der Mecklenburger Stiere mit 34:27 / Louis Massaro kommt als neuer Torhüter

Darauf lässt sich aufbauen: Die Handballer des Bad Doberaner SV sind am Sonnabend mit einem 34:27 (18:12)-Heimsieg ge­gen die Reserve der Mecklenburger Stiere Schwerin in die MV-Liga-Saison gestartet. Vor mehr als 300 Zuschauern überzeugte der Oberliga-Absteiger in der Stadthalle über weite Strecken vor allem im Angriff. Dort sorgten die Neuzugänge Christian Hasenpusch und Tom Steinberg für viel Druck. Trainer Andreas Köster war zufrieden mit den 60 Minuten: „Das Ergebnis stimmt, auch wenn noch nicht alle Abläufe reibungslos funktioniert haben.“

Damit traf der Coach den Nagel auf den Kopf, denn zwischen ganz starke Phasen schlichen sich auch immer wieder Nachlässigkeiten ins DSV-Spiel ein. Nur dadurch entgingen die nie aufsteckenden Gäste, die zu vielen einfachen Toren kamen, einem Debakel. Immerhin machten sie aus einem 13:21 (36.) ein 27:30 (53.). In Gefahr gerieten die Hausherren aber nicht – auch weil sie sich auf die individuellen Fähigkeiten eines Michael Höwt oder eines Daniel Finkenstein verlassen konnten.

Überdies hatte der DSV einen Trumpf im Ärmel, den niemand auf dem Zettel hatte. Nach mehr als zwei Jahren Handballpause feierte Louis Massaro ein überzeugendes Comeback zwischen den Pfosten, glänzte vor allem in der Schlussphase. „Ich habe schon einige Wochen in Doberan trainiert, seit Donnerstag steht fest, dass ich die Saison hier spiele“, sagte der 23-jährige Polizist, der bis 2016 beim HC Empor Rostock aktiv war und offensichtlich nichts verlernt hat.

Glücklich war der Jüngste im DSV-Trikot. „Für mein erstes Spiel bei den Männern bin ich zufrieden“, meinte Tom Steinberg (18), der vor Saisonbeginn von der A-Jugend des HC Empor gekommen war. Er freute sich besonders, dass er zum Auftakt das Vertrauen des Trainers bekommen hatte. Ein routinierter Debütant in den Reihen der Doberaner war dagegen „überwältigt von der Stimmung“ in der Stadthalle. „Mit dieser Unterstützung kann man jede Menge reißen“, glaubt Daniel Finkenstein (32), der auch anmerkte, dass „wir noch ein bisschen ruhiger werden müssen“.

Für viel Unruhe im Spiel sorgten am Sonnabend die Unparteiischen Dirk Brauer (Rostock) und Sebastian Schmidt (Ribnitz) mit einer Unzahl von Zweiminutenstrafen, die in dieser fairen Partie völlig unangebracht waren. Am Ende waren es insgesamt 30 Strafminuten, so dass kaum einmal sechs Akteure auf beiden Seiten auf dem Feld standen – schade.

Mit dem Auftaktsieg im Rücken fährt der Doberaner SV am kommenden Sonnabend (18 Uhr) zum SV Einheit Demmin. Die Demminer haben ihr erstes Saisonspiel bei Fortuna Neubrandenburg mit 20:24 verloren.

Bad Doberaner SV: F. Voigt, Massaro – S. Voigt 4/2, Stöwsand, Höwt 7, Traub, Hasenpusch 7, Finkenstein 4, Wende, Steinberg 5, Wilhelm, Koszinski, Lehwald 2, Rasch 5.

Mecklenburger Stiere Schwerin II: Lampe, Raatz – Steinmüller 6, Schwaß, Schimmler, Bornath, Schröter 8/3, Larisch 2/2, Engel, Gleffe, Godbersen, Warnst 2, Meier 9.

Siebenmeter: DSV 4/2, Stiere 7/5.

Strafminuten: DSV 16, Stiere 14.