Für Tim Lehwald und den Doberaner SV geht es am Sonntag im Erstrundenspiel des Landespokals beim HSV Waren um den Einzug in das Achtelfinale.

Doberaner SV probt im Pokal den Ernstfall

Handballer fahren als Favorit nach Waren. Zwei Nachwuchsteams bestreiten erste Punktspiele.

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Die im Fußballsport inflationär gebrauchte Floskel – dort wird sie im Duell von klaren Favoriten und Außenseitern nicht selten zur Realität – kommt im Handball allerdings eher selten zum Tragen. Die Männer des Bad Doberaner SV wollen dahingehend keine Ausnahme bilden und gehen das Erstrundenspiel am Sonntag (16.30 Uhr, Sporthalle am Tiefwarensee) beim Verbandsligisten HSV Waren mit aller Ernsthaftigkeit an.

„Wir sehen die Partie schon als richtungsweisend an“, sagt Andreas Köster. In Sachen Athletik sieht er sein Team nach der Vorbereitung weitestgehend im Soll. „Spielerisch brauchen wir aber noch eine gewisse Zeit“, so der DSV-Trainer. Erste Fortschritte in diese Richtung zeigten die Gelb-Blauen schon am vergangenen Wochenende mit dem zweiten Platz beim gut besetzten Jacob-Cement-Cup in Neubrandenburg (OZ berichtete). Eine Woche vor dem Saisonstart in der MV-Liga soll die Entwicklung in Waren möglichst weitergehen, wobei die Qualifikation für das Achtelfinale im Landespokal letztlich im Vordergrund steht.

Für die Doberaner ist der Wettbewerb weitestgehend Neuland. So liegt das letzte Pokalspiel der ersten Vertretung des DSV mittlerweile mehr als 13 Jahre zurück. Seinerzeit erreichten die Münsterstädter das Endspiel, welches gegen den HSV Grimmen mit 34:38 verloren ging. Mit Oliver Schröder und Robert French gehören sogar noch zwei aktiv Beteiligte von damals zum jetzigen Kader. Beide Keeper werden am Sonntag aber nicht im Doberaner Aufgebot stehen. Neben Florian Voigt wird voraussichtlich Moritz Ludwig die Reise an die Müritz antreten. „Ansonsten sind alle an Bord“, gibt Köster bekannt.

Tags zuvor starten die beiden höchstklassigen Nachwuchsteams des Doberaner SV in die Punktspielsaison der MV-Liga. Die C-Junioren als auch die B-Junioren sind dabei an selber Stelle im Einsatz. In der Erich-Kästner-Sporthalle in Schwerin hängen die Trauben für die Gäste der dort beheimateten Mecklenburger Stiere aber in der Regel hoch. Doch gerade die B-Jugendlichen aus Bad Doberan um Trainer-Duo Anja Frank und Alexander Kraeft haben am vergangenen Wochenende mit einem zweiten Platz beim Warnemünde-Cup aufhorchen lassen und scheinen für den Auftakt gerüstet.