Bad Doberaner SV: Abschiedsschmerz beim letzten Heimspiel

Mit dem Abpfiff des morgigen Heimspiels gegen den LHC Cottbus wird für die Handballer des Bad  Doberaner SV ihre Zugehörigkeit zur Oberliga Ostsee-Spree enden. Zumindest vorerst. Insgesamt acht Jahre lang gehörten die Münsterstädter der vierthöchsten Spielklasse an. Nach dem feststehenden Abstieg wird es für die DSV-Sieben ab September dann in der Mecklenburg-Vorpommern-Liga weitergehen. Das Gesicht der Mannschaft wird sich stark verändern. Und so werden beim Saison-Halali am Sonnabend – der Anwurf in der Stadthalle erfolgt diesmal bereits um 18 Uhr – zahlreiche Akteure verabschiedet.

Sportlich rückt das Duell der Doberaner (14. Platz/14:36 Punkte) gegen Cottbus (6./25:25) nahezu in den Hintergrund. Allerdings wollen die Hausherren ihrem zuletzt nicht unbedingt erfolgsverwöhnten Publikum bestmöglich noch einmal einen Sieg bescheren. Der könnte in der Endabrechnung unter Umständen noch für einen kleinen Sprung weg vom Tabellenende auf den 13.  Rang führen. Um die Serie nicht als Schlusslicht zu beenden, sind die Mannen von Trainer Andreas Köster allerdings zusätzlich auf einen Ausrutscher von Fortuna Neubrandenburg angewiesen. Die Vier-Tore-Städter werden zeitgleich beim Berliner FC Preussen im Einsatz sein.

Der Fokus liegt bei den Verantwortlichen des Doberaner  SV bereits auf der neuen Saison. Und so gab es für die Mannschaft über das Osterfest den einen oder anderen freien Tag mehr. „Die Spieler sollten einfach auch mal den Kopf freibekommen. Es ist viel passiert in den vergangenen Wochen. Jetzt wollen wir uns am Wochenende vor unseren eigenen Fans noch einmal ordentlich präsentieren“, sagt Andreas Köster, der den sich frühzeitig abzeichnenden Abstieg nach seinem Amtsantritt und einem Zwischenhoch Ende Februar letztlich nicht verhindern konnte.

Verbandsligisten spielen vor

Im Vorfeld der Oberliga-Begegnung beenden auch die beiden Verbandsliga-Teams des Bad  Doberaner SV ihre Saison. Die zweite Männermannschaft (2./11:7) empfängt am letzten Spieltag der Meisterrunde die SG  Handball Schwerin-Leezen (5./8:10). Die DSV-Reserve benötigt zur Sicherung der Silbermedaille noch einen Zähler, während die Gäste für einen möglichen Sprung auf Rang drei einen Sieg benötigen. Die Partie beginnt um 15.30 Uhr.

Bereits ab 13 Uhr werden die DSV-Frauen (4./27:15) im Lokal­duell gegen den Schwaaner  SV (11./9:31) im Einsatz sein. „Nach drei Niederlagen in Folge wollen wir gewinnen und die Saison wenigstens mit einem positiven Erlebnis beenden“, meint Doberans Trainer Torsten Römer, der auf einen gelungenen Abschluss hofft.

Im Kampf um den vierten Platz müssen die Bad  Doberanerinnen gegenüber dem punktgleichen Verfolger SSV  Einheit Teterow vor­legen. Aktuell trennen beide Teams lediglich drei Treffer in der Tordifferenz. In Sachen Personal hat Torsten Römer für das letzte Saisonspiel – anders als an vielen anderen Wochenende – die Qual der Wahl. Es gibt kaum Ausfälle.

Weitere Ansetzungen: Weibliche Jugend  A: Bezirkspokal in Rostock (So.); MJB: ESV Schwerin – DSV (Sa., Rückspiel um Platz 5/Hinspiel: 32:19); MJC: HSV Insel Usedom – DSV (Sa., Rückspiel um Platz 3/Hinspiel: 25:18).